Eine seltsame Freundschaft muss das gewesen sein, die zwischen Schmidt und Lehrer Michels. Einerseits hat Michels sich wirklich effektiv für Schmidt eingesetzt, war quasi sein erster Mäzen (wenn auch nur im kleinen Rahmen). Andererseits wirkt es – vor allem aus diesem Briefwechsel – oft so, als passten diese Menschen überhaupt nicht zusammen. Sehr deutlich wird das beim Humor, wenn man ihn so bezeichnen möchte, der bei beiden Männern auf ganz verschiedenen Ebenen liegt. Und doch hat Michels Schmidt so lange so viel ermöglicht. So bekamen die Schmidts Carepakete mit Kaffee und machten sogar kleine Urlaube mit den Michels. Nicht zuletzt pumpten die Michels das Geld, um das Häuschen in Bargfeld zu kaufen.
Besonders seltsam werden die letzten Jahre der Bekanntschaft, in denen Schmidt sich regelrecht vor Michels versteckt.
Dieser Briefwechsel ist, bei aller Seltsamkeit, daher besonders spannend und aufschlussreich. Ich empfehle ihn jedem ernsthaften Schmidtfan.