Als ich das steinerne Herz vor mehr als 10 Jahren gelesen habe, fand ich es damals sehr interessant. Das lag an der Schmidts Schreibe, daran, dass ich kurz zuvor einige gute Freunde genau in der Gegend kennenlernen durfte, in der Schmidt seine letzten Jahrzehnte verbrachte. Es lag damals aber auch an der Geschichte, die mir irgendwie gefiel. Es geht um seltene Bücher, einen fanatischen Sammler, um die Suche nach einer Art Schatz. Der eigentliche Schatz ist aber die Schilderung der Reise der Hauptfigur in die DDR. Hier erfahren Nachgeborene allerlei Interessantes jenseits der sozialistischen Propaganda, aber auch fern der Kommunistenhatz, die den meisten westdeutschen Meinungsführern damals noch den Schaum vor den Mund trieb.
Zumindest diese Episode halte ich daher aus diesem Buch auch heute noch für eine der besten Leistungen Schmidts.