Mir ist bekannt, dass Charrière hier vor allem eine Selbstbeweihräucherung geschrieben hat. Er hat Erfundenes eingebaut, Erlebnisse anderer Gefangener, aber eben auch so manches aus seinem Leben. Und trotz dieses Sammelsuriums ist das Buch, das als Basis für eine spannende Verfilmung mit Steve McQueen und Dustin Hofman diente, ein Abenteuerroman, der zwischen einer vergangenen Zeit und der Moderne vermittelt. Aus heutiger Sicht ist es nur schwer verständlich, dass es nur wenig über ein halbes Jahrhundert her ist, dass die Straflager in den französischen Kolonien geschlossen wurden. Dabei ist dieser Zeitraum nur ein Augenblick in der Geschichte.

Sei es, wie es sei: Es ist ein spannendes Buch. Besonders interessant fand ich Charrières ethnographische Ausführungen zu dem Indianerstamm, bei dem er vorgeblich eine Zeit untergekommen sein will.