Egner war mir lange ein Geheimnis geblieben. Ich kannte ein paar seiner Texte, ein paar Bilder, aber ich konnte lange nichts damit anfangen. Das änderte sich praktisch erst, nachdem ich das Tagebuch eines Trinkers entdeckt hatte (vgl. auch hier). Seitdem bewundere ich seine Einfälle, seine Weise, diese Einfälle zu Papier zu bringen. Gleichzeitig bedaure ich, dass man die Köpfe seines Niveaus in Deutschland an einer Hand abzählen kann (zumindest die, die bekannt genug sind, dass sie auch per Presse und Buch veröffentlichen dürfen). Die Hausschuhe und Katzen enthalten allerlei Klein- und Kleinstarbeiten. Sie befassen sich – um das Inhaltsverzeichnis einmal überblicksartig darzustellen – mit Familie und Erziehung, Geschlechtlichkeit und Freundschaft, Essen und Trinken, Beruf und Karriere, Kunst und Kultur, Reisen und Daheimbleiben sowie Wunder und Wissenschaft. Das Problem solcher Kleinwerke ist, dass sie oft nur als Ganzes, als Teppich oder Tapisserie einen Eindruck vermitteln. Auf diese Weise bleibt das Einzelwerk leider, leider oft etwas unscheinbar. Das ist nebenbei ein Problem, das auch manche Arbeit von Ror Wolf betrifft – zu meinem Bedauern! Lösen kann man das Problem praktisch nur, wenn man wieder und immer wieder zu den Texten greift. Was ja so schlecht auch nicht ist.