Ich glaube, Trakl war so ziemlich der einzige Nenner, auf den ich mich mit meiner jahrelangen Deutschlehrerin auf dem Gymnasium verständigen konnte. Von all den Autoren, die sie uns aufgetischt hat, konnte ich mit Trakl am meisten anfangen. Später überraschte sie mich sogar damit, dass sie uns verriet, Trakl sei einer ihrer Lieblingsautoren überhaupt. Nennt mich milzsüchtig, nennt mich Melancholiker, Pessimist, was auch immer – aber Trakl gelingt es, in mir Saiten anzuschlagen, die ganz besonders nachhaltig klingen.