Verblendung und Verdammnis, die beiden ersten Teile von Stieg Larssons Milleniumtrilogie um Sexualmorde, Wirtschaftskriminalität und zig andere Delikte, führen gekonnt vor, was den meisten Kriminalverfilmungen der letzten Jahrzehnte abgeht: die richtige Kombination aus Geschichte, Spannung und guten Dialogen (gerade bei Letzterem wird bekanntlich allwöchentlich im Tatort die nächste Untiefe ausgelotet, lange dauert es nicht mehr und sie unterhalten sich nur noch mit Grunzlauten). Der Geißendörfereffekt – einer überschaubaren Gruppe Menschen geschieht alles Mögliche – dürfte vornehmlich der Vorlage und dem kleinen Land geschuldet sein.

Fazit: ziemlich gute Nischenunterhaltung, fürs Kino vielleicht etwas zu langatmig, für Fernsehübertragungen deutlich zu qualitätvoll