Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Kategorie: Amerikanischer Film (Seite 1 von 10)

Moonlight

Auf den Oscar angesprochen antworte ich gewöhnlichm dass mir dieser güldene Pappkamerad schnurze ist & doch werde ich hin und wieder neugierig, was an den Preisträgern preistragend sein soll – oft, zu oft leider grundlos wie bei diesem insgesamt erschreckend belanglosen Streifen, der nur wenig zu erzählen hat, was auch durch manche schöne Kameraeinstellung einfach nicht zu retten ist.

Fazit: gähnen im Mondlicht

Plötzlich Gigolo

John Turturro, u.a. bekannt als Bowlingspieler aus Big Lebowski und Bruder von Mr. Monk, präsentiert hier ein amüsantes Spiel im Verbund mit Woody Allen in der Rolle als Zuhälter eines mittelalten Escorts, der die New Yorker Frauenwelt aufmischt und dabei doch nur die eine sucht.

Fazit: amüsanter kurzweiliger Spaß

La La Land

Ein wirklich sehr kurzweiliger Film mit einer hochinteressanten Kamera, die in Führung und Licht den Hauptdarstellern ehrlich gesagt oft die Show stiehlt.

Fazit: sehr unterhaltsam

Jim Jarmusch, Paterson

Mit » manchen Ansätzen Jarmuschs komme ich ja nicht so ganz zurecht, aber in diesem Fall ist ihm eine kleine amüsante Miniatur gelungen, die wunderbare Einblicke in das Leben von Paterson (dem Ort) und Paterson (dem Bus fahrenden Dichter) samt Umgebung gewährt.

Fazit: selten genug, dass es im Programmkino so voll wird, dass Besucher abgewiesen werden müssen; in dem Fall war es zu Recht so voll

Im Herzen der See

Als jemand, der in einer Zeit aufgewachsen ist, in der die klassische Seefahrt noch stark romantisch-verklärt wurde, achte ich bekanntlich besonders auf Kulturäußerungen rund um Piraten, Walfang und das Drumherum, wurde allerdings im Fall dieser Verfilmung mit dem von mir geschätzten Brendan Gleeson von der Banalität der Darstellung einer an sich spannenden und beachtenswerten Geschichte arg enttäuscht.

Fazit: Es gibt Wichtigeres im Leben als diesen Film.

The Hateful Eight

Ach, Tarantino, längst bist du jenseits von Gut und Böse, du hast lange schon den Punkt erreicht, an dem dein jeweils neuer Film nicht mehr als Film, sondern nur noch als Tarantino gefeiert werden; umso schöner, wenn solch ein Tarantino angenehm kurzweilig ausfällt.

Fazit: Bei diesem Film herrscht höchste Spoilergefahr!

Hail, Caesar!

Mit diesem Film verbeugen sich die Coens und eine Reihe von Schauspielern vor dem, was in den Fifties in Hollywoods Studios möglich werden konnte – wohl dem, der auch nur einen Bruchteil der Anspielungen zu erkennen vermag!

Fazit: nicht der beste Coen-Film, trotzdem vielschichtig

The Martian

Diese moderne auf den Mars verlegte Robinsonade verblüfft mit einer kindlich-naiven und vor allem unhinterfragenden Technikgläubigkeit, die Esoterikfanatikern in ihrer Überzeugung kaum nachsteht und erschreckend viel über die Psychologie der „zivilisierten“ Gesellschaft verrät; viel mehr übrigens als es der Film vermag, die Psychologie jemandes darzustellen, der allein auf einem fremden Planeten zurückgelassen würde.

Fazit: leider nicht mehr als ein typischer NASA-Werbefilm mit banalem Gute-Laune-Appeal (und für mich der erneute Beweis, dass Scott-Filme längst so öde sind wie Spielberg-Erzeugnisse)

The Revenant

Trotz beeindruckender Kamerafahrten versinkt Iñarritu bei der Verbildlichung der Geschichte des Hiob der amerikanischen Neuzeit ein bisschen zu sehr in mystischen Szenen, um den Film wirklich gut werden zu lassen.

Fazit: Erwartungen bitte zu Hause lassen

Frühstück mit Bären

Ein gemischt unterhaltsamer Streifen, in dem ein alter Redford mit einem noch älteren Nolte gemeinsam ihre Grenzen auf dem Appalachian Trail ausloten, bis sie zum leicht unbefriedigenden Schluss einsehen, nicht mehr 20 zu sein.

Fazit: Nolte und Redford demontieren sich hier selbst auf amüsante Weise, bleiben aber leider insgesamt etwas fad.

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