Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Kategorie: Deutscher Film (Seite 1 von 2)

Zwischen den Jahren

Ein im Prinzip recht krasser Film, der sich auf der Blaupause „ehemaliger Mörder wird vom Angehörigen seiner Opfer entdeckt und gestalkt“ recht eindrücklich mit dem Thema Vergangenheit, Buße und Neustart beschäftigt, ohne eine allgemeingültige Lösung präsentieren zu wollen.

Fazit: kein Heile-Welt-Film, nein, ganz und gar nicht

Marija

Ein wahrlich interessant gezeichnete Miniatur auf der Leinwand eines Migrantenviertels in einer (deutschsprachigen)  Stadt, bei der es praktisch keine Rolle spielt, dass es die Dortmunder Nordstadt ist, treffend besetzt u.a. mit Georg Friedrich in einer herrlichen Rolle.

Fazit: ein spannendes Kleinod

Der Staat gegen Fritz Bauer

Der Film stellt eine eigentlich hochspannende Episode – die Ergreifung des Adolf Eichmann – dermaßen beschränkt dar, dass es so gerade für ein Fernsehspiel reichte, nicht aber für einen anspruchsvollen Film.

Fazit: Historizität allein macht noch keinen guten Film.

Michael Kohlhaas

So ungewöhnlich ich die Kombination Mikkelsen als Kohlhaas anfangs fand, so sehr möchte ich einräumen, dass hier ein passender Charakter in diese Rolle schlüpft, um die von Kleist dramatisierte Geschichte zu neuem Leben zu erwecken.

Fazit: angenehm zurückhaltende Verfilmung mit leisen Tönen

Familienfest

Zwar recht klischeehafte, aber vor allem dank einem herrlichen Ensemble äußerst kurzweilige Unterhaltung über ein Thema, bei dem wohl jeder mitreden kann.

Fazit: vielleicht ohne sonderlichen Tiefgang, dennoch sehr unterhaltsam

Unser letzter Sommer

Ein überraschend schlau konstruierter Episodenfilm mit herrlich unterschwelligen Kameraeinstellungen über die Besatzungszeit in Polen, veranschaulicht an vier Jugendlichen (einem Polen, einer Polin, einem jungen deutschen Sicherheitspolizisten und einer Jüdin sowie allerlei geschickt drapiertem Sidekick-Personal).

Fazit: um einiges besser als der dümmliche Trailer!

Victoria

Ein Film in nur einer Einstellung schreit natürlich umso mehr nach einer Kritik mit nur einem Satz, daher fasse ich mich besonders kurz, wenn ich sage, dass Victoria ein klasse eindringlicher Film ist, den ich nur ans Herz legen kann.

Fazit: besonders spannend, wenn man aus dem Kino herauskommt und mit einer Verfolgungsszene unter halbstarken Migranten begrüßt wird, die direkt dem Film entsprungen sein könnte. Einfach echt.

Mein liebster Feind

Es gibt nur wenige Dokumentarfilme, die ich im Kino zu schätzen gelernt habe, aber dieser hier gehört dazu, weil er ein Monument der Zusammenarbeit zwischen Herzog und Kinski ist und wunderbar erklärt, wie diese beiden Genies zusammen Meisterwerke erschaffen konnten.

Fazit: ein grandioses Stück

Cobra Verde

Der letzte Herzog-Kinski-Film, in dem Kinski nicht so recht bei der Sache ist – wie Herzog erklärt, weil Kinski geistig bereits in seinem eigenen Paganini-Projekt steckte.

Fazit: trotz starker Bilder der schwächste Herzog-Kinski-Film

Fitzcarraldo

Wahrscheinlich in Ausführung und Darstellung der wahnsinnigste Film des Herzog-Kinski-Gespanns über die Errichtung einer Oper im Dschungel Südamerikas – ICH WILL EINE OPER HABEN!

Fazit: Wer diesen Film nicht kennt, kennt Kinski nicht.

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