Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Englischer Film

Full Metal Jacket

Als Teenager fand ich den Film zwar spannend, heute betrachte ich dieses Vietnam-Diorama trotz vieler starker Bilder und Szenen tatsächlich als schwächsten Film Kubricks.

Fazit: durchaus sehenswert, aber nicht das Beste

Welcome to Karastan

Hätte ein guter Film werden können mit einem besseren Script, charismatischeren Schauspielern und einer durchdachten Regie, aber weil das alles fehlt, ist ein höchst maues Stück bewegte Leinwand herausgekommen.

Fazit: Welcome to Borestan

Will, folge deinem Traum

Ich hoffe, dass der Film denjenigen gefallen kann, die fußballinteressiert sind und entsprechend nachvollziehen können, was in den Figuren vorgeht – was ich nämlich leider nicht kann, weswegen mir diese Herzschmerzschnarchstory mit permanentem Spielberg-Disney-Geigenschmalz im Hintergrund dermaßen am Allerwertesten vorbeigeht, dass ich mir als fröhliches Alternativprogramm zu dem Film überlegt habe, den Kindern auf den Bolzplätzen der Umgebung bösartig lachend die Fußbälle zu zerstechen.

Fazit: Mein Traum ist, diesen Film nicht gesehen zu haben.

Abbitte

Seit langem endlich mal wieder gesehen, diesen Film um fehlerhafte und falsche Wahrnehmungen, egal ob bewusst oder unbewusst, dabei wurde ich daran erinnert, dass mich gerade die eindringlichen Kamerafahrten bei diesem Film sehr fasziniert haben.

Fazit: Nicht der beste Film der letzten 10 Jahre, aber trotzdem ein wichtiger Film. Angucken!

Horror Express

Eine sehr skurrile Nummer mit Christopher Lee als Wissenschaftler, der in der Mandschurei ein komisches Etwas findet, das er für das Missing Link hält, obwohl es in der Hauptsache außerirdisch ist und das er per Eisenbahn nach Westeuropa transportieren möchte, während es auf der Fahrt sein mörderisches Unwesen treibt.

Fazit: Auf eine eigenwillige Weise bemerkenswert, aber wirklich nur hartgesottenen Filmfanatikern zu empfehlen

Witchfinder General

Vincent Price hat mit Klaus Kinski gemein, dass beide in den 60er und 70er Jahren in allerlei Billigschund mitgespielt haben, was in diesem speziellen Fall eines Films über den Hexenjägern Matthew Hopkins selbstverfreilich nur für Price und mehrere Hektoliter viel zu künstlichen Kunstbluts zutrifft.

Fazit: furchtbarer Trash, aber auf seine Weise unterhaltsam

The King’s Speech

Der Film über die Stotterei von George VI. galt als Oscar-Geheimtipp, bewegt sich meines Erachtens aber zu sehr in der verschnarchten „Unkonventioneller Lehrer hilft einem Regenten, der sich erst weigert, dann aber plötzlich Erfolg hat mit dem Befolgen der Ratschläge“-Schiene.

Fazit: handwerklich sauber; inhaltlich unoriginell, selbst angesichts der historischen Verbürgtheit

Four Lions

Der Film beantwortet die Frage „Wie vergeigt man eigentlich eine herrliche Filmidee?“, denn der misslungene Dschihad von Omar und Co. will und will einfach keinen Drill bekommen – vermutlich weil die Pausen nach den Pointen zu lang sind und stimmungsgebende Musik fehlt.

Fazit: tolle Idee, lahm umgesetzt. Ein Film, der – und das werde ich nicht oft sagen! – vermutlich eine Tonspur mit Lachern bräuchte

Brügge sehen … und sterben?

Der mir bisher entgangene Regisseur Martin McDonagh hat hiermit ein kleines, aber feines Stück mit etwas skurrilen Figuren umgesetzt, in dem Brendan Gleeson, der keulenschwingende Monk aus „Gangs of New York“, einen schwulen Auftragskiller spielt, der zusammen mit einem Kollegen nach Brügge fährt, um dort einen Auftrag zu erledigen.

Fazit: nette Abendunterhaltung, vor allem für Brüggefans ein Muss.

PS: Ich selbst versuche inzwischen seit Jahren immer mal wieder nach Brügge zu gelangen. Aber wie es der Beelzebub so will, scheiterte es erst letzte Woche erneut in vorletzter Minute. Wirkt auf mich inzwischen wie eine riesengroße Verschwörung.

Revolver

Der Guy-Ritchie-Streifen ist ein recht verschachtelter, schnell und interessant geschnittener Film mit unterschiedlichen Stilmitteln, der quasi den „Coup“ ins 21. Jahrhundert hievt und der es leider offenbar vor allem aufgrund von Querelen zwischen Marketing und britischer Presse nicht in die deutschen Kinos geschafft hat.

Fazit: für Freunde des Gangsterfilms und/oder des Comics ein Muss.

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