Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Französischer Film (Seite 1 von 2)

Nur Fliegen ist schöner

Diesen Film über einen Werber, der „mal eben“ zeitweise aus seiner Agentur ausscheidet, um per Kajak aus dem Selbstbausatz in der Natur zu sich selbst zu finden, halte ich ehrlich gesagt für eine kleine Mogelpackung, denn er verkauft Stillstand als Bewegung, ohne auch nur ansatzweise etwas daraus zu machen

Fazit: positivster Effekt ist, dass man Durst auf » Absinth bekommt)

Unterwegs mit Jacqueline

Als ich den Trailer gesehen hatte, war mir klar, dass ich diesen algerisch-französischen Spaß sehen muss, in dem ein nordafrikanischer Bauer mit seiner französischen Kuh zu Fuß nach Paris zur Landwirtschaftsausstellung pilgert und – natürlich! – auf dem Weg dorthin zum Helden der kleinen Leute wird.

Fazit: einfache, gute Unterhaltung

Familie zu vermieten

Zugegebenerweise habe ich mir den Film hauptsächlich wegen Benoît Poelvoorde anschauen wollen, war aber überrascht, dass Virginie Efira aus dem Klischeestreifen Birnenkuchen mit Lavendel auch hier mitspielt – in einem weiteren klischeetriefenden Kintopp.

Fazit: Film ohne jede Überraschung

Birnenkuchen mit Lavendel

Auch die schönsten Bilder und das dollste Spiel können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine Klischeedichte herrscht, die süßer klebt als der süßeste Birnenkuchen es vermag.

Fazit: Boha, muss nicht noch mal sein

Vor Einbruch der Nacht

Sehr geschickt konstruierte Bearbeitung des Schuld-und-Sühne-Themas, hart eingebettet in eine Affäre unter Freunden, die mit dem eher ungeplanten Tod der Frau endet, was dem Mörder, gespielt von einem besonders formidablen Michel Bouquet, aber jeder auf die ein oder andere Weise zu vergeben scheint.

Fazit: ein grandioser Film, bei dem man keine Sekunde wegschauen kann

Die untreue Frau

In diesem Drama um ein voneinander gelangweiltem Paar und dem Liebhaber der Frau zeigt Chabrol, wie schmal der Grat zwischen behutsamer Bürgerlicherkeit und bösartigem Verbrechen liegt, ja auch wie tragisch das Leben sein kann.

Fazit: packend, lohnt sich

Der Schlachter

Chabrol päsentiert uns einen Serienmörder, der in einer französischen Kleinstadt sein Unwesen treibt, während er gut in die Gemeinschaft eingebettet lebt.

Fazit: Die Zeichnung der scheinenden Normalität ist erschreckend gut gelungen.

Das Biest muss sterben

Ich weiß gar nicht recht, welch glücklichem Zufall ich es zu verdanken habe, dass ich Chabrol erst erschreckend spät „entdecken“ darf, wodurch mir beispielsweise diese ungewöhnliche, aber intensiv erzählte Geschichte über einen seltsam realistisch wirkenden Racheakt beschert wurde.

Fazit: ein sehr spannendes Stück Leinwand

Mr. Nobody

Wenn Stephen Hawking in der hohen Zeit von MTV Musikclips gedreht hätte, wäre sicher ein Clip wie dieser Film entstanden, der auf intelligente Weise mit unseren Was-wäre-Wenns und den damit verbundenen Möglichkeiten jongliert und dem man kaum vorwerfen kann, zum Ende chaotisch zu werden, weil genau das eine der Aussagen des Films ist: dass alles auf die Entropie hinausläuft.

Fazit: ein hochintelligenter Film für intelligente Menschen

The Artist

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das schon einmal bei einer Filmkritik gemacht habe, aber ich muss euch leider (lach!) ohne ausführliche Kritik befehlen, euch diesen wunderbaren, bis ins Detail gelungenen, zugegebenerweise ab und zu an der etwas banalen Story krankenden, aber insgesamt trotzdem hyperdupersupermaxiultramegagenialen Film anzugucken.

Fazit: Reingehen. Der Rest ist Schweigen.
PS: Nach dem Film haben mir wirklich die Worte gefehlt. Kein Witz.

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