Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Arthur Schopenhauer

Gerd Haffmans (Hrsg.), Der Tier-Rabe

Es gibt eher wenig Tiere, die lesen können, aber zum Glück kann man Tierspuren lesen. Oder den Tier-Raben (Nr. 38). Dieser moderne Brehm ist gespickt mit Bierce, Schopenhauer, Gernhardt und Egner. Wir werden von Monty Python fortgebildet, von Elsemarie Maletzke, Wiglaf Droste und Frank Schulz. Alles in allem unterstreicht es meine Theorie, dass, wenn es keine Tiere gäbe, sie erfunden werden müssten, da sie zu einem nicht unbeträchtlichen Teil unserer Unterhaltung dienen. (Deshalb sollte man sie eigentlich auch nicht essen, oder zumindest nicht so viele von ihnen. Schließlich ist auch ein Radio oder Fernseher eher wenig bekömmlich.)

Arthur Schopenhauer, Eristische Dialektik – oder die Kunst, Recht zu behalten

Ein Buch, das schon im Titel Freude macht. Ja, die Beschäftigung mit der eristischen Dialektik ist nicht nur theoretisch ein amüsanter Spaß. Man kann sie darüber hinaus auch selbst aktiv anwenden oder bei – zumindest rhetorisch besser geschulten – Politikern beobachten. Putin zum Beispiel macht sich hin und wieder gegenüber Journalisten den Spaß, genau so mit ihren Fragen umzugehen, wie es Schopenhauer vor bald 180 Jahren für Diskussionen geraten hat.

So gesehen ist es also auch ein praktischer Ratgeber für den Fall, dass man sich hin und wieder argumentativ mit anderen Menschen auseinandersetzen muss. Es sei allerdings nicht verschwiegen, dass es dabei weniger darum geht, wirklich das Richtige zu sagen, sondern einen bestimmten Disput, eine einzelne Diskussion zu gewinnen. Aber dafür ist es wirklich ein empfehlenswerter Spaß!

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