Meine kleine vierbändige Poe-Ausgabe habe ich neulich bereits besprochen. Nun möchte ich mich der nächsten Ausgabe widmen. Es handelt sich um die fünfbändige Ausgabe des Haffmans-Verlags von 1994. Sie enthält die von Schmidt und Wollschläger übersetzten Erzählungen und Gedichte aus der großen Walter-Ausgabe (zu der später noch mehr).

Im ersten Band – benannt nach der Erzählung König Pest – findet sich gleich eine Reihe kleiner Klassiker, darunter den Manuscriptfund in einer Flasche, das unvergleichliche Abenteuer eines gewissen Hans Pfaall und Berenice.

An dieser Stelle sei gleich etwas zur Übersetzung gesagt. Ich weiß, dass sie von vielen abgelehnt wird. Schmidt und Wollschläger haben sich einen eigenen Ansatz dazu erarbeitet. So ist Schmidt beispielsweise in Wörterbüchern aus Poes Zeit versunken und hat aus seiner Beschäftigung mit Poes Texten gleich noch einen Riesenwälzer namens Zettel’s Traum geschrieben. Aber über den werde ich ein anderes Mal schreiben (nämlich frühestens dann, wenn ich es endlich schaffe, ihn zu lesen).