Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: François Villon

Paul Zech (Nachdichtung), Die lasterhaften Balladen und Lieder des Francois Villon

Was hab ich sie gern gelesen, einzelne sogar auswendig gelernt (den Erdbeermund natürlich, den kleinen Herrn Ranunkel, Wer’s lang hat und die Lästerzungen …). Anfangs amüsierte ich mich noch darüber, sie in einem Klaus-Kinski-Imitat zu sprechen, erst später „erfand“ ich meine eigene Form der Aussprache und Betonung. Ja, Villon ist mitteleuropäisches Kulturgut. Geboren im spätmittelalterlichen Frankreich, wiedergeboren in der deutschsprachigen Moderne dank der genialen nachgedichteten Übertragung von Zech. Ein Buch, das wohl zu den letzten 20 Büchern gehören würde, wenn ich mich von den meisten meiner Bücher trennen müsste. Einfach weil so dicht gedrängt so viel darin steckt. Lesen und behalten, sag ich!

Französische Dichtung, zweisprachige Ausgabe.

Eine sehr interessante Sammlung, die ich mal in einem Kieler Antiquariat entdeckt habe. Leider hatten sie nur drei Bände da:

  • Band 1: Von Villon bis Théophile de Viau
  • Band 2: Von Corneille bis Gérard de Nerval
  • Band 4: Von Apollinaire bis zur Gegenwart

Der Band 3 (von Baudelaire bis Valéry) fehlt mir noch und ich würde ihn wirklich gern eines Tages mein eigen nennen. Gut, es ist jetzt hier nicht der Platz ausführlich die Bände zu besprechen, zumal ich sie nur sehr fragmentarisch konsumiert habe. Aber solche Anthologien dürften ja meist so verwendet werden; dass man sich das herauspickt, was man als Rosine betrachtet. In meinem Fall war das neben Villon u.a. der großartige Henri Michaux. Apropos: Ich sollte die Bände mal wieder in die Hände nehmen und ein wenig blättern. Irgendwas Neues, irgendwas Gutes findet man da stets.

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