Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Lars von Trier

Nymphomaniac (2 Filme, 2 Sätze)

Dass mich von Triers Leinwandbefüllungen eher nicht beglücken, ist Lesern nichts Neues, und doch konnte ich einmal mehr meiner Neugierde nicht widerstehen und schaute mir an, was er diesmal mit Charlotte Gainsbourg veranstaltet. In aller Kürze: Die in Rahmen und Kern gegliederte Erzählung schwächelt insgesamt gehörig, dabei glänzt im ersten Teil der Rahmen mit wiederholt interessanten Überlegungen (z.B. „Im Grunde warten wir alle auf die Erlaubnis zu sterben.“), während im zweiten Teil der Kern stärker ist.

Fazit: Warum bloß kann ich die hirnrissigen Von-Trier-Filme nicht so konsequent meiden wie Spielbergs ewig gleichen Massenabfertigungen?

Melancholia

Schnarch von Trier – keineswegs der Nazi, zu dem er sich damals aus billigen Propagandazwecken gemacht hat, sondern eher einer der am meisten überschätzten Langweiler der Leinwand – hat zwei jeweils recht belanglose Geschichtchen trotz guter Schauspieler lieblos miteinander vermixt, dazu ab und an Bilder wie bei einer Parfümwerbung produziert und mich einmal mehr überzeugt, dass er wirklich fern davon ist, Dänemarks größter Regisseur zu sein – das ist nämlich ein Trio namens Anders Thomas Jensen, Nicolas Winding Refn und Lasse Spang Olsen.

Fazit: nur für Nazis der Langeweile oder für Leute mit Schlafstörungen

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