Ein Leihbuch, auf das ich mich im Vorfeld richtig gefreut hatte. Leider ist es ein treffender Beweis dafür, dass jemand, der gute Musik macht, nicht zwangsläufig ein guter Interviewpartner ist.

Im Buch finden sich einige Interviews, die im Verlauf seiner Karriere geführt wurden. Insbesondere die frühen Interviews zeigen, wie unsicher und vorsichtig auch ein Musikgenie wie Bowie wird, wenn es bekannte Pfade verlässt. Im Prinzip redet er bei den frühen Interviews nur Unsinn, macht sich vielmals klein.
Positiv bleibt mir aus den Interviews allerdings seine Bescheidenheit und Verbundheit in Erinnerung, dass er auch über Jahrzehnte alte Schulfreundschaften pflegte oder nach Jahrzehnten seinen Saxofonlehrer zu Aufnahmen bestellte, dem er als Kind noch erklärt hatte, er würde ein Star werden.

Insgesamt ließ mich der Band aber doch etwas desillusioniert zurück. Bowie wird eben für seine Musik unvergessen bleiben, nicht für seine Interviews.