Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Archer

Absolut anarchischer Agentenspaß in schicker grafischer Umsetzung, der sämtliche Klischees dermaßen übertreibt, dass er einfach unverschämt pervers frech wird.

Fazit: ein Spaß für den Teil der Familie, der nicht gleich rot wird, wenn er … nu ja, mehr sag ich nicht

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  1. Ja, da hast Du wohl recht. Trotzdem glaube (hoffe) ich, dass es etwas Universelles gibt, was immer witzig bleibt. Auch bei Büchern . … oder aber es hängt stark von der aktuellen Stimmung des Rezipienten ab. Vielleicht muss man sich so etwas reinziehen, wenn einem ohnehin gerade zum Lachen ist, damit es wirkt. 😉

    • Am besten fischt man solche Universalitäten aus alten Texten heraus. Lachen die Menschen immer noch darüber, dann muss daran etwas komisch sein. 🙂
      Dazu empfehle ich u.a. skandinavische Sagas. Da kommen so viele lustige kleine Begebenheiten vor, über die auch ein moderner Leser nur lachen kann, weil sie oft genau so (oder zumindest verdammt ähnlich) heute noch passieren könnten.

      • Die Isländersagas aus dem Fischerverlag stehen schon ewig auf meiner Wunschliste, weil es so eine tolle Ausgabe sein soll. Aber genauso ewig sind sie auch schon vergriffen. Es wird also noch ein wenig dauern, bis ich darüber lachen kann.

  2. Sag‘ mal, meinst Du die Zeichentrickserie? Ich hab‘ mir gestern mal ein paar Folgen angesehen und fand sie irgendwie… abgeschmackt und habe auch nur selten gelacht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, so etwas Ähnliches schon gesehen zu haben.

    • Jap, die meine ich. Natürlich spielt es mit den Dutzenden Agentenverulkungen wie Mini-Max, Top Secret, Austin Powers (den ich nicht sonderlich schätze) und weiteren. Bei Archer passiert das allerdings auf einem Level und (im Original) in einer Geschwindigkeit, die meines Wissens seines Gleichen sucht. Nach und nach baut die Serie zudem zahlreiche popkulturelle Verweise ein, die für eine amüsante Tiefe auch bei manchen Nebenfiguren sorgen.
      Darf ich fragen, in welcher Sprache du dir Folgen angeschaut hast?

      • Auf Englisch . … aber es erinnerte mich irgendwie stark an den Humor von Family Guy oder American Dad, wobei ich die erstgenannte Serie beim ersten Mal ansehen noch lustig fand und mit der anderen nie warm geworden bin. Vielleicht handelt es sich um die gleichen Macher. Austin Powers fand ich damals hingegen sehr amüsant. Aber das ist ja schon ewig her. Wer weiß, ob ich jetzt auch noch lachen würde.

        • Lustig, ich kann weder mit Family Guy noch mit American Dad warm werden, weil ich beides nur als gesteigerten Abklatsch amüsanterer Serien empfinde. 🙂
          Aber stimmt, Humor verändert sich enorm; nicht nur um einen herum, sondern auch die eigene Wahrnehmung des Was-ist-komisch. Für die Klassiker, die da durchhalten können, braucht man bestenfalls zwei Hände zum Durchzählen: Chaplin, Keaton, Laurel & Hardy, Sellers, Loriot, Monty Python (und wie ich merke, wird es selbst bei Letzteren langsam schon schwierig, neues Publikum zu finden, weil vieles nicht mehr verstanden wird – anders als bei den Basisklassikern der Stummfilmzeit, weil die auf die einfachsten menschlichen Regungen rekurrieren, die immer gleich bleiben).

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