Essays, Skizzen und Gedanken

Kategorie: 2021 gelesen

Gabór Schein, Der Schwede

Bei einem geschenkten Gaul kann man sich das Maul ja vielleicht noch sparen. Bei einem geschenkten Buch sollte man mal einen Blick reinwerfen. Gegebenenfalls sollte man es auch lesen.

Doch leider, leider – manchmal erweist es sich als eines Geschenks nicht so recht würdig. Wie in diesem Fall. Ein Weihnachtsgeschenk. Und dermaßen öde, dass es beinah körperliche Schmerzen verursacht. In der Lebenszeit, die ich für diese etwas über 200 Seiten verbraucht habe, habe ich sonst knapp 20 Bücher gelesen (durchschnittliche Dicke, kein Krieg und Frieden).

Dringende Abratung tut hier not, wenn der Leser nicht gerade – aus welchen Gründen auch immer – enormer Ungarnfan ist. Vielleicht bieten sich dann Reize, die mir entgangen sind.

Henry David Thoreau, Walden oder Leben in den Wäldern

Walden ist ein Kandidat aus der Reihe „Lange interessant gefunden, aber nicht interessant genug“. Im Gegensatz zu Büchern, die manchmal wie ein guter Wein eine Zeit lang im Regal reifen, hatte ich hier aber über etliche Jahre sogar den Kauf vermieden.

Irgendwann hatte mir ein WDR-Podcast Lust darauf gemacht und wenig später lag das Buch bereit.

Ich stürzte mich sogar relativ zügig darauf, fand den Beginn durchaus unterhaltsam, vielfach kurzweilig.

Bald wurde es für meinen Geschmack aber doch zu viel Gefasel und ich begann die Lektüre wiederholt und immer häufiger durch Comics zu unterbrechen (hauptsächlich Maltese, dazu aber ein ander Mal mehr).

Was soll ich sagen: kann man lesen, muss man aber nicht. Und ich freu mich über jede Seite amüsanterer Lektüre (dazu ebenfalls bald mehr).

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