Essays, Skizzen und Gedanken

Kategorie: 2010 gelesen

James Fenimore Cooper, Conanchet oder die Beweinte von Wish-Ton-Wish

Okay, ich geb es zu: Ich habe das Buch, das ich mal auf einem Flohmarkt gefunden habe, nur, weil es die Arno-Schmidt-Übersetzung ist. Und auch nur deswegen hab ich es gelesen. Und gelangweilt. Furchtbar gelangweilt.

Es tut mir wirklich leid, aber ich werde nicht nur grundsätzlich nicht mit Cooper warm, sondern habe – anders als bei der Littlepage-Trilogie – diesmal wirklich ne mittlere Krise gekriegt, so öde fand ich Conanchet. Es muss Qualitäten besitzen, die sich mir nicht erschließen.

Das Spannendste an meiner Ausgabe ist noch das Nachwort des Übersetzers Schmidt am Ende. Hier lässt er sich sehr interessant über Cooper, Cromwell und Konsorten aus. Und vermutlich werde ich den Band auch nur deswegen behalten.

Thomas Kapielski, Weltgunst

Kennt Ihr diese furchtbaren Werbetextchen bei Zweitausendeins? Nichts gegen – vor allem die früheren – Angebote dieses Frankfurter Häuschens, aber vieles klingt da doch sehr übertrieben. Ganz besonders die Lobpreisungen von Kapielski haben mich regelmäßig geärgert.

Natürlich war es unvermeidlich: Ich musste eines Tages einen Kapielski geschenkt bekommen. Gute Gelegenheit, so dachte ich, meine Vorurteile zu bestätigen.

Aber weit gefehlt. Ich hab mich amüsiert! So eine Sauerei, dachte ich, das kann doch wohl nicht wahr sein! Besonders ärgerlich: Eine ganze Menge von Kapielskis Stil erinnerte mich daran, wie ich selbst vor Jahren geschrieben hatte. Dann hatte ich mir das Ziel gesetzt, so zu schreiben, dass auch die meisten Trottel verstehen, was ich zu sagen habe. Tja, dumm gelaufen!

Kurz: sehr lustig!

Einar Kárason, Die isländische Mafia

Das Buch war ein Geschenk einer lieben Freundin, die glaubte, dass ich nach dem Studium weiterhin großes Interesse an Skandinavien hatte. Das hatte sich aber damals etwas abgekühlt, daher lag das Buch dann erst mal herum. Endlich hab ich es letztes Jahr im März in die Finger genommen und mit viel Vergnügen gelesen. Es handelt sich um eine skurrile Familiengeschichte, die zuweilen an Flann O’Brien erinnert.

Theodor W. Adorno, Minima Moralia

Ein Buch, das ich vor längerem empfohlen bekommen hatte, aber geraume Zeit liegen blieb. Die Sammlung kurzer Essays ist insgesamt auf jeden Fall interessant und anregend. Sie lohnt auch in Zukunft mit Sicherheit immer wieder die Lektüre.

Lieblingssatz: Es gibt kein richtiges Leben im falsch.

2010 gelesen

Aloha,

nach Wiederentdeckung meines WordPress-Accounts und der vermehrten Ankunft alter Bekannter hier vor Ort habe ich mich dazu entschlossen, diesen Blog endlich mal zu nutzen.

Vorläufig werde ich hier eine Buchserie posten, oder um genau zu sein, die wichtigsten Bücher, die ich seit Beginn der Pendelei letztes Jahr gelesen habe.

Viel Spaß!

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