Andersch, lange Jahre einer der besten Freunde von Schmidt, war in den 50ern durchaus bekannt und geschätzt ob seiner Texte. Ich selbst kann das nicht nachvollziehen. Dumm war der Mann sicher nicht, politisch kämpfte er durchaus gegen den Adenauermief an. Aber seine Romane? Wer kennt die denn noch? Wer liest sie noch? Und warum? Weil ein verirrter Deutschlehrer sich da durchsetzen möchte?
Wie dem auch sei. Der Briefwechsel mit Schmidt bleibt gleichwohl interessant, weil er allerlei Privates an den Tag bringt, was man sonst kaum erfahren würde. Wobei die Andersch-Briefe in dieser Hinsicht nicht als Monolith dastehen, sondern im Zusammenhang mit anderen Publikationen betrachtet werden sollten.