Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: E.T.A. Hoffmann

E.T.A. Hoffmann, Der Magnetiseur. Spuk- und Kriminalgeschichten

Dass ich manche, aber nicht alle Geschichten von Hoffmann mag, dürfte dem fleißigen Leser hier nicht neu sein. Hier bekam ich einmal vom Aufbau-Verlag eine kleine Sammlung an Erzählungen, die zwar nicht uninteressant waren, aber sicher nicht zum Besten gehören, was Hoffmann aufs Papier gebracht hat. Sie helfen dennoch dabei, einen kleinen Überblick über sein Werk zu bekommen:

  • Der Magnetiseur
  • Ignaz Denner
  • Das Majorat
  • Die Marquise de la Pivardiere
  • Die Räuber

E.T.A. Hoffmann, Klein-Zaches, Prinzessin Brambilla, Meister Floh

Hier zeigt sich das Dumme an Autoren wie Hoffmann bezüglich des modernen Verlagswesens: Ihre Texte werden an allen möglichen Ecken immer wieder aufgewärmt, deshalb bleibt es nicht aus, dass man bestimmte Texte doppelt und dreifach erwirbt. Klein-Zaches – zugegeben, ein besonderer Hoffmann-Klassiker – und Meister Floh gehören dazu. Zur Ehrenrettung der Verlage sei in diesen beiden Fällen gesagt: Sie gehören auf jeden Fall zu dem, was man von Hoffmann kennen sollte. So wie deutschsprachige Leser sowieso mehr Hoffmann lesen sollte. Ich übrigens auch mal wieder.

E.T.A. Hoffmann, Meistererzählungen

Ein Bändchen mit Ansammlung von Hoffmann-Erzählungen: Ritter Gluck, Don Juan, Rat Krespel, Der goldne Topf, Das Fräulein von Scuderi, Doge und Dogaresse, Klein-Zaches. Was mich bei Hoffmann immer wundert: Ich mag es, ihn zu lesen, nachhaltigen Eindruck hinterlassen seine Texte bei mir aber selten. Übrigens ähnlich wie bei anderen Romantikern, ich denke da an Fouqué oder Tieck. Ob es daran liegt, dass sie oft zu viele Elemente enthalten, die eigentlich nicht sehr zusammenpassen, daher unorganisch als Geschichte abspeicherbar sind? Ich weiß es nicht. Immerhin eignen sie sich so wenigstens zum Immer-wieder-Lesen.

E.T.A. Hoffmann, Die Elixiere des Teufels

Was Woody Allens „Zelig“ das Buch Moby Dick ist, waren mir über lange Jahre die Elixiere. Irgendwann mal bis Seite 140 geschleppt hatte ich das Buch wieder ins Regal gepackt. Und nichts vermisst. Jetzt hab ich es aus verschiedensten Gründen (Format, fast nur noch dicke, pendeluntaugliche Bücher ungelesen) wieder in die Hand genommen, geschafft und – zu Tode gelangweilt.

Dass ein talentierter Mann wie Hoffmann auch so schnurzöde schreiben konnte … ich kann es einfach nicht verstehen.

Gustav Meyrink, Der Golem

Das war eindeutig die Überraschung des Jahres: Ein Text wie aus der Romantik, stilistisch um Längen besser als Meyrinks Dickens-Übersetzungen. Viele Einzelheiten erinnerten in der Art und Qualität an die besten Stellen bei Hoffmann. Davon hätte ich gern mehr!

PS: Übrigens nicht mit dem bekannten Film zu vergleichen. Der hat auf seine Art zwar auch Charme, ist aber nur ein ganz blasser Abklatsch des Buches!

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