Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Giesbert Haefs

Barbara Gafner, Gerd Haffmans (Hrsg.), Der 13-Jahre-Rabe

Der Rabe galt lange Zeit als Unglücksvogel (im germanischen Kulturkreis spätestens seit der Christianisierung), ähnlich ergeht es – meines Erachtens unberechtigerweise – der Zahl 13. Was könnte da Besseres passieren, als dass der Rabe mit seiner Ausgabe Nr. 42 das 13-jährige Bestehen feiert? Eben. Also wurden Texte gesammelt und zusammengestellt, Autoren und Zeichner wie Bernstein, Henscheid, Gernhardt und Rühmkorf, Egner, Haefs und Schulz zur Kollekte gebeten. Heraus kam eine Reihe spaßiger und nachdenkenswerter geistige Ergüsse, die die einzelnen Jahre von 1981 bis 1993 erklären und schildern mögen. Der Ansatz, dass jeder ein betreffendes Jahr aus seiner Warte beschreibt, behagt mir ganz besonders, weil er in dieser Zusammenstellung eine ungewöhnliche Perspektive erzeugt. Lohnt sich!

 

Mara Mauermann (Hrsg.), Der heilige Rabe

Das Wort heilig ist schnell in den Mund genommen. Aber was ist das eigentlich – heilig? Der Rabe Nr. 37 führt es vor. Ob Artmann, Joyce oder Traxler mit seiner kurzgefassten Geschichte der Römischen Päpste („Der 1. Papst, den man hier kennt, kam aus dem Vorderen Orient …“), ob Mystizismus, Wunder oder biblische Rezepte nach Toulouse-Lautrec („geröstete Heuschrecken nach der Art von Johannes dem Täufer“). Hier ist alles vereint, was man wissen muss über SEine HEiligkeit. Ergänzend empfiehlt sich bestenfalls die parallele Lektüre des aktuellen Wachturms und eines frei gewählten Buchs von Karlheinz Deschner.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén