Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Mads Mikkelsen

Michael Kohlhaas

So ungewöhnlich ich die Kombination Mikkelsen als Kohlhaas anfangs fand, so sehr möchte ich einräumen, dass hier ein passender Charakter in diese Rolle schlüpft, um die von Kleist dramatisierte Geschichte zu neuem Leben zu erwecken.

Fazit: angenehm zurückhaltende Verfilmung mit leisen Tönen

Men & Chicken

Der Film ist ein doofes Beispiel dafür, dass es nicht reicht, gute Künstler zusammenzuwürfeln, um ein gelungenes Werk zu schaffen, weil hier ein paar gute Ideen furchtbar mit flacher Einfallslosigkeit und einer lahmen Holzhammergeschichte plattgeklopft werden.

Fazit: leider

Die Jagd

Nein, ich bin als Mikkelsen-Fan nicht voreingenommen, sondern muss hier dringend einen Film empfehlen, der in Script, Regie und Darstellung – selbst die Kinder spielen hier um zig Längen besser als sämtliche Hollywood-„Größen“ zusammengenommen – mit zu dem Besten gehört, was ich in den letzten 2 Jahren gesehen habe.

Fazit: Angucken, und zwar sofort.

Die Tür

In der Anno-Saul-Verfilmung des Pirinçci-Romans „Die Damalstür“ zeigt Mads Mikkelsen, der König der dänischen Schauspielzunft, einmal mehr sein große Können, wobei die Geschichte des Films beim Sinnen über die Frage „Was würde ich anders machen, wenn ich eine zweite Chance bekäme?“ leider mehr und mehr in einer teilweise hanebüchenen Verworrenheit versinkt.

Fazit: Kann man gucken, man sollte aber ausgeschlafen ins Kino gehen.

Pusher-Doublefeature (zwei Filme, zwei Sätze)

Nachdem ich an anderer Stelle bereits den ersten Teil der Pusher-Trilogie vorgestellt hatte, möchte ich heute die beiden anderen Teile empfehlen. Der zweite Teil, in Anlehnung an Tonnys (Mads Mikkelsen) Hinterkopftattoo Respect benannt, beschäftigt sich auf erschütternde wie unterhaltsame Weise mit Tonnys familiären Hintergründen, während der Drogenhändler Milo (Zlatko Buric) in Pusher 3 – Untertitel: I’m the Angel of Death! – sehr eindringlich erfahren muss, dass er den Höhepunkt seiner Karriere bereits weit hinter sich gelassen hat und er längst das Schicksal seiner Kunden teilt.

Fazit: sehenswert!

Pusher

Mit diesem ersten Mads-Mikkelsen-Spielfilm überhaupt eröffnete Nicolas Winding Refn die realistisch anmutende Geschichte um einen dänischen Kleinkriminellen – dargestellt von dem von mir hochgeschätzten Kim Bodnia –, deren Grundansatz (Krimineller schuldet der serbischen Mafia Geld) über „Pusher II“ zu den von Lasse Spang Olsen inszenierten Filmen „In China essen sie Hunde“ und „Old Men in News Cars“ führt.

Fazit: sehenswerter Geheimtipp!

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén