Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Mark Z. Danielewski

Mark Z. Danielewski, Only Revolutions

Klar, ein Folgekauf nach dem grandiosen Haus. Die Idee finde ich nach wie vor faszinierend: eine Geschichte über ein Paar, je aus der Perspektive eines der beiden erzählt. Und beides hat Danielewski so geschickt verknüpft, dass man das Buch von vorn und hinten gleichzeitig lesen muss. Leider leidet die Geschichte sehr unter den formalen Bedingungen und wird dadurch so schwach, dass die Lektüre nur wenig Spaß machte. Meine Hochachtung gilt dem armen Schwein von Übersetzer, der sich meines Wissens derzeit daran macht, die Geschichte zu übertragen.

Mark Z. Danielewski, Das Haus – House of Leaves

Ein Roman wie ein Haus. Verwinkelt, stark und doch verletzlich an manchen alten Stellen. Das Buch gehört fraglos zu den  stärksten Büchern, die ich in den letzten 10 Jahren gelesen habe, und wird daher einen Ehrenplatz behalten. Einzige Schwäche: die Gedichte im Anhang, die bei mir den Eindruck erwecken, es handle sich um Jugendwerke Danielewskis, die er irgendwie irgendwo noch unterbringen wollte. Sinn ergeben sie jedenfalls nicht. Zum Glück braucht man sie auch nicht zum Verständnis des Werks.

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