Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Max Frisch

Max Frisch, Andorra

Es gibt ja Lesedramen und Spieldramen (und den ganz seltenen Fall von Dramen, die sowohl gelesen als auch gespielt Vergnügen bereiten). Ich möchte nicht ausschließen, dass Andorra auf der Bühne gut funktioniert, zu lesen fand ich es ehrlich gesagt weniger schön. Dieses recht wenig bewegte Hin und Her, ob die Hauptfigur jetzt Jude ist oder nicht oder wer mit wem warum verwandt ist oder wer wen warum gesteinigt hat – es ist zu früh durchschaubar und dementsprechend öde.

Max Frisch, Homo Faber

Ebenfalls ein Werk aus meiner Schulliteratur. Aber – und jetzt kommt das große Aber! – es dürfte sich hier um das beste Werk handeln, das ich in der Schule lesen durfte oder musste (je nachdem, wie man es sieht). Gut, das mag jetzt tief blicken lassen und verraten, dass die Deutschlehrer, mit denen ich mich auf dem Gymnasium herumplagen durfte, nahezu durch die Bank Vollidioten waren. Aber wenigstens einer hat dann auch mal ein gutes Buch gewählt.

Homo Faber beeindruckt mich bis heute. In seiner Schreibe, in seiner Geschichte. Witzigerweise liegt das nicht allein im Buch selbst begründet, sondern in der Tatsache, dass mir einmal etwas passiert ist, was der Grundgeschichte von Homo Faber ähnlich ist. Hier ist nicht der Ort, das weiter auszuführen, aber ich fühle mich sozusagen persönlich durch die Geschichte betroffen.

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