Was wäre die Welt ohne Scharlatane und Betrüger? Sie wäre sicher harmonischer, aber ehrlich gesagt auch deutlich langweiliger. Denn wenn es einen eigentlich unangenehmen Trieb des Menschen gibt, dann ist es der Trieb, betrogen werden zu wollen. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass in bester Regelmäßigkeit Menschen solchen Scharlatanen wie Apollonius von Tyana, Paracelsus, Nostradamus, Kircher, Cagliostro, Koreff, Blavatsky, Crowley, Hanussen oder Yogananda auf den Leim gehen. Dementsprechend interessant ist das Buch von Eisenhauer, der sich mit ebendiesen Figuren beschäftigt. Die Inhalte sind brauchbar, kamen mir aber mehrfach etwas oberflächlich vor. Man sollte sie also eher als Einstieg in das Phänomen Betrug betrachten. Umfassende Biographien darf man nicht erwarten. Als Einstieg in die Welt der Blender ist es dagegen brauchbar.