Wer kennt sie nicht, die Beziehung zwischen Verlaine und Rimbaud? Höchst ungleich, diese Beziehung, nicht nur in Alter, sondern auch im poetischen Ausfluss. Witzigerweise sind es aber gerade die Texte des jüngeren Dichters, also von Rimbaud, die mit Abstand die besseren sind. Ob das daran liegt, dass der jüngere eher in der Lage war, sich „revolutionär“ von alten Zöpfen zu verabschieden und frei zu schreiben, während Verlaine viel stärker an den alten Formalien kleben blieb – ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich einen Satz von Rimbaud dem Gesamtwerk von Verlaine vorziehe.