Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Schwarze Spiegel

Arno Schmidt, Nobodaddy’s Kinder

Ich überlege gerade, wie viele Dubletten ich inhaltlich von Schmidt besitze. Der Band Nobodaddy’s Kinder – ein Titel, der auf ein Blake-Gedicht verweist – enthält mit Aus dem Leben eines Fauns, Brand’s Haide und Schwarze Spiegel drei Klassiker aus dem Schmidt’schen Kanon, die ich mindestens noch zweimal in anderen Ausgaben besitze. Ich schätze alle drei Geschichten, in denen Schmidt fleißig mit der Form experimentiert und doch nachvollziehbare Bilder zeichnet. Es sind Erinnerungen an die eigene Flüchtlingszeit (Brand’s Haide), eine Erzählung über die innere Immigration während der NS-Zeit (Faun) und das längere Gedankenspiel über die Zeit nach einem dritten Weltkrieg (Spiegel).

Während ich hier meine Gedanken über die Texte sammle, stelle ich fest, dass ich alle drei unbedingt mal wieder lesen sollte. Meine Erinnerung daran sind nämlich vor allem einzelne Bilder, Formulierungen und Ausdrücke, die es verdienen, wieder in den richtigen Kontext gesetzt zu werden.

Arno Schmidt, Werke. Bargfelder Ausgabe I

Zunächst eine kleine Vorwarnung: In der nächsten Zeit werde ich immer wieder etwas aus meiner Arno-Schmidt-Sammlung ansprechen. Um all die Leser, die mit dem Heidedichter wenig anfangen können, nicht zu verschrecken, möchte ich aber nicht über Monate ein Buch nach dem anderen durchkauen. Deshalb werde ich sie ab sofort einstreuen. Ähnlich möchte ich demnächst nebenbei mit Philip. K. Dick verfahren, denn auch hier hat sich über die Jahre so einiges angesammelt.

Heute also: die Bargfelder Ausgabe, Band I.

Geizig, wie ich oft genug zu mir selbst sein kann, leiste ich mir aus der Bargfelder Ausgabe, wenn es geht, stets nur die Studienausgaben. Zur Lektüre eignen sie sich genauso gut, wenn nicht besser, weil die Bände gewöhnlich kleinteiliger gesplittet sind. Daher besteht die Kassette „Band I“ in der Studienausgabe eigentlich aus vier Bänden im Format großer Taschenbücher.

In der ersten Kassette finden wir nun Schmidt’s Frühwerke – darunter die frühen Klassiker Leviathan, Gadir, Brand’s Haide, Schwarze Spiegel, Die Umsiedler, Aus dem Leben eines Faun, Seelandschaft mit Pocahontas und Kosmas. Desgleichen sind aber auch meine Favoriten Das steinerne Herz und KAFF auch Mare Crisium darunter. Da ich gerade die meiner Meinung nach besseren Werke in Einzelausgaben besitze, möchte ich es an dieser Stelle bei der eher summarischen Übersicht belassen und meine Lieblinge später gesondert vorstellen.

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