Anhänger der AfD beklagen sich vielfach über Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, die schlecht ausgebildet als Wirtschaftsflüchtlinge oder per Familiennachzug nach Deutschland kommen, hier in Drogengeschäfte verwickelt sind und sich, so gut sie können, vor ihren staatlichen Pflichten (Steuern, Gebühren, Zwangsdienste) drücken. Stattdessen ziehen sie sich in ihre Ghettos zurück, hüten zu Hause illegale Waffen und stellen so eine Gefahr für die Gesellschaft dar.

Ich kenne so einen AfD-Wähler.1 Als ich mit ihm vor über 20 Jahren über Migration parlierte, versuchte ich, ihm zu erklären, dass Deutschland langfristig natürlich Migration braucht. Dass für Staat und Gesellschaft zwangsläufig vornehmlich gut ausgebildete Menschen gebraucht würden oder wenigstens solche, die sich hier gut ausbilden lassen und dann ihren Beitrag zu Staat und Gesellschaft leisten. Damals wollte er das nicht gelten lassen. Denn er kam selbst über so ein Ticket nach Deutschland.

Genauer gesagt, kam er Anfang der 90er schlecht ausgebildet aus dem Nahen Osten.2 Er war einerseits ein Wirtschaftsflüchtling, kam aber offiziell über (sehr verspäteten) Familiennachzug nach Deutschland.3 Er drückte sich während seines sehr, sehr ausgedehnten Larifari-Studiums an der FH vor dem Wehr- bzw. Zivildienst, solange es ging. Lieber nutzte er die Zeit zum Anbau, Schmuggel und Konsum von allerlei Drogen.4 Er weigerte sich, zahlreiche Gebühren oder Beiträge zu leisten.5 Meist hängt er in seinem Ghetto ab.6 Zuhause pflegt er, auf seiner Couch herumlungernd und durch Drogen und der Lektüre der Deutschen Wirtschaftsnachrichten betäubt, seine Butterfly-Messer7, Totschläger8 und einen Schlagring9.

AfD-Wähler wissen offenbar, wovon sie reden. Sie sind aber nicht in der Lage, in den Spiegel zu gucken.

Nachtrag: Je länger ich darüber nachdenke, desto passender ist der Vergleich. Denn natürlich erfüllt er auch die Nahostklischees, mit einem dicken BMW über die Straßen zu brettern und seine Verwandtschaft – insbesondere die Frauen – durch bundesstaatliche Sozialleistungen zu versorgen. Seine Freunde mit ähnlichem Migrationshintergrund belästigen seit Jahren unter Drogeneinfluss nachts in den Innenstädten an Rhein und Ruhr deutsche Frauen. Andere Freunde gelten im weiten Umkreis als Könige der Schwarzarbeit. Seine mehr oder weniger religiösen Buddys aus dem Ghetto hängen zudem einem Glauben aus dem anderen Nahen Osten an (die katholische Kirche) und veranstalten nach ihrem Sonntagsgebet illegale Märkte mit geschmuggelten Produkten aus der Heimat.

Da erübrigen sich wohl weitere Erklärungen.

1 Genauer: kannte.
2 Schlesien.
3 Seine Oma väterlicherseits kannte mal jemanden, der jemanden kannte, dessen Schäferhund deutsche Befehle verstand oder so ähnlich. Außerdem lebten seine Vorfahren in der Nähe des Senders Gleiwitz, der ja auch irgendwas mit Deutschland zu tun hatte.
4 Vornehmlich Marihuana, aber auch Kokain, Speed und Ähnliches sowie in größeren Mengen Bier und Schnaps.
5 Er zahlte keine GEZ-Gebühren, motzte aber permanent über die öffentlich-rechtlichen Sender. Er besorgte sich wiederholt gecrackte Decoder, um Premiere und ähnliche Sender gratis zu gucken, und saugte per Torrent über Jahre Abertausende von Gigabyte an Filmen und Musik.
6 Seine gesellschaftliche Kontakte beschränken sich auch nach einem Vierteljahrhundert weitgehend auf andere Flüchtlinge aus demselben Nahen Osten.
7 In Deutschland verboten.
8 Ebenfalls verboten.
9 Sowas von verboten.