Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Alejandro Gonzalez Inarritu

The Revenant

Trotz beeindruckender Kamerafahrten versinkt Iñarritu bei der Verbildlichung der Geschichte des Hiob der amerikanischen Neuzeit ein bisschen zu sehr in mystischen Szenen, um den Film wirklich gut werden zu lassen.

Fazit: Erwartungen bitte zu Hause lassen

Birdman

Es ist schon vertrackt mit Erwartungen, denn dieser Film weist ein durchaus interessantes Script auf, wäre aber meines Erachtens eher Stoff für Terry Gilliam als für Iñárritu, der hier viel zu sehr an der Technik laboriert, anstatt das zu tun, was er am besten kann: Geschichten erzählen.

Fazit: für sich genommen nicht schlecht, aber von Iñárritu erwarte ich mehr

Biutiful

Alejandro González Iñárritu gelingt mit dem Film Biutiful einmal mehr der grandiose Akt, eine neue Geschichte zu erzählen und nicht auf den ewig abgenudelten Hollywoodmythen herumzureiten, wie es ungefähr 95 % der Filme machen, die ihren Weg in die Kinos finden, obwohl Biutifuls Witz darin liegen dürfte, dass Iñárritu nicht nur mit dem großartigen Javier Bardem in der Rolle des Uxbal einen glänzenden Schauspieler gefunden hat, der an viele spanische und lateinamerikanische Jesusdarstellungen gemahnt, sondern eigentlich auch die Geschichte eines modernen Jesus erzählt, der letztlich von den Herausforderungen unserer Gesellschaft gekreuzigt wird.

Fazit: keine Schonkost – für Menschen, die einen FILM! sehen möchten, aber mehr als sehenswert

Short Cuts

Robert Altman, der König des verschränkten Episodenfilms, hat hiermit die Essenz seines Schaffens in einen unumstößlichen Monolithen gegossen, an dem mehr als erfolgversprechende Epigonen wie Iñárritu bis heute ihr Auge schulen.

Fazit: Tom-Waits-Fans müssen den Film sehen, alle anderen auch.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén