Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: August Strindberg

August Strindberg, Das rote Zimmer

Die Beschreibung der schwedischen Bohème ist deutlich besser als das gähnlangweilige Gesums von Murger. So gesehen überrascht es nicht, was für ein Paukenschlag das Buch beim Erscheinen war. Aber ehrlich gesagt ist Strindbergs Prosa gegen seine Dramen kaum mehr als eine Rote Waldameise gegen einen Blauwal. Kurz: ein gutes Buch, aber nicht das Beste, was Strindberg geliefert hat.

August Strindberg, Verwirrte Sinneseindrücke. Schriften zur Malerei, Photographie und Naturwissenschaften

Strindberg, das wissen vermutlich die Wenigsten, hat sich Zeit seines Lebens nicht nur mit Theater und Schriftstellerei beschäftigt, sondern auch mit der Alchemie und der – in seiner Zeit noch artverwandten – Fotografie. Dieses kleine Bändchen umfasst eine Reihe von Schriften zu diesem Thema, die erhellend für manchen Gedanken sind, welche der große Schwede so hegte. Besonders beeindruckend finde ich eine Reihe von Fotografien, die er selbstpersönlich angefertigt hat.

August Strindberg, Erzählungen in drei Bänden

Tja, die anderen drei Bände sind mit seinen (kurzen) Erzählungen gefüllt. Leider fehlen Klassiker wie Röda Rummet in diesen Bänden, dazu ein ander Mal mehr. Was soll ich sagen? Von seinen Erzählungen hab ich noch weniger memoriert, sie müssen mich daher damals so recht gelangweilt haben. Schade eigentlich.

August Strindberg, Dramen in drei Bänden

Okay, ob ich Strindberg gelesen hätte, wenn ich nicht Skandinavistik studiert hätte, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Deshalb hab ich seine Texte damals durchgeprügelt. Das Merkwürdige ist, dass ich seine Texte weitgehend verdrängt habe, obwohl ich mich daran erinnern kann, dass mir seine Schreibe durchaus auf eine Weise gefiel. Natürlich sind seine Dramen wegweisend gewesen, gerade für die schwedische Literatur- und vor allem für die Theaterszene. Deshalb kann man seine Nora durchaus kennen, insbesondere im Vergleich zu Ibsens Nora.

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