Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Comic

Steffen Kverneland, Ein Freitod

Es war eine Ausgabe der Dummy, die mich auf diesen Comic gebracht hat. Ein paar Seiten nur wurden vorgestellt, aber mir war gleich klar: Den brauch ich irgendwann!

Und irgendwann war es dann auch so weit, dass ich ihn mir beim Comic-Dealer meiner Wahl bestellte.

Reingeguckt, verschlungen. Anders kann ich es nicht sagen. Kverneland stellt wirklich absolut faszinierend die Erinnerungen an seinen Vater und dessen Freitod vor. In der Erzählung sind teilweise fantastische Zeichnungen mit Familienfotos vermengt. Einzelne Zeichnungen könnte ich mir als großformatige Bilder an der Wand vorstellen. Keine Ahnung, ob Kverneland auch so produziert. Können könnte er es jedenfalls.
Wirklich zu empfehlen!

Martin Ernstsen, Hunger: Nach dem Roman von Knut Hamsun

Es gibt zugegebenerweise echt wenig Bücher, die ich mehrfach gelesen habe. Nicht, weil sie es nicht wert wären, sondern eher weil es viel zu viele gute Bücher gibt, die einfach auch gelesen werden wollen.

Hamsuns Hunger gehört definitiv zu den Büchern, die mir mehrfach auf dem Leseplan standen. Diese Ausgabe ist ein ungewöhnliches, aber gutes Exemplar. Es versinnbildlicht in gutem Maße die hungergetriebene Verkorkstheit des Erzählers. Hamsunfans zu empfehlen. Anderen auch.

Alberto Breccia, Enrique Breccia, Héctor Oesterheld, Che

Zeichner Alberto Breccia, sein Sohn Enrique und der Texter Héctor Germán Oesterheld haben mit diesem Comic (kann man es überhaupt wirklich Comic nennen?) in meist eher düsteren Bildern Ausschnitte aus dem Leben des argentischen Revolutionärs dargestellt.

Man mag sich ja über das Spannungsfeld zwischen seinem Wollen und Wirken streiten, die Tatsache, dass er als Identifikationsfigur für Millionen von Menschen wirkt(e), macht ihn aber zu mehr als eine simple Warhol-Ikone.

Che
Hasta la victoria siempre

Dementsprechend halte ich es für wichtig, sich mit ihm und seinen Taten auseinanderzusetzen, und sei es in popkulturelleller Annäherung. Die Arbeiten der Breccias und von Héctor Oesterheld sind hier ein wertvoller Puzzlestein, den ich gern empfehle.

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