Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Der Bericht des Arthur Gordon Pym

Edgar Allan Poe, Das Tagebuch des Julius Rodman

Der Band enthält lediglich drei Geschichten, eine davon hat es aber in sich. Das ist aber nicht die Titel gebende Rodman-Geschichte (die ist auch nicht schlecht, aber nu ja) und auch nicht das unvergessliche Abenteuer eines gewissen Hans Pfaall – der Knaller ist und bleibt der Bericht des Arthur Gordon Pym. Hier räumt Poe so nachhaltig auf und präsentiert eine durch und durch spannende Geschichte über Seefahrt und damit verbundenes Unglück, das man nur gefesselt sein kann. Gesteigert wird die Qualität noch dadurch, dass Poe historische Berichte einbindet (die Katastrophe der Essex) und zudem – laut Arno Schmidt – eine phantasievolle Antwort auf die historische Frage der verlorenen Stämme Israels zu geben versucht. Es ist kein Wunder, dass ausgerechnet diese ebenfalls nicht zu Ende erzählte Geschichte Autoren wie Verne und Lovecraft zu Fortsetzungen anregte.

Jules Verne, Die Eisphinx

Jemals den Bericht des Arthur Gordon Pym gelesen? Wer sich da am Ende geärgert hat, dass Poe aufhört, wenn es besonders spannend wird, dem kann geholfen werden. Ein paar Autoren ließen es sich nicht nehmen, die Geschichte fortzuspinnen. Einer davon war Jules Verne mit der Eissphinx.

Zugegeben, Verne erreicht nicht die Höhe Poes, aber um ehrlich zu sein: Wer könnte das schon? Eine interessante Geschichte ist es trotzdem. Deshalb möchte ich sie jedem Poe-Fan ans Herz legen.

Tipp: Eine weitere „Fortsetzung“ gibt es von H.P. Lovecraft: Berge des Wahnsinns. Darin nimmt er den Cthulhu-Erzählkreis mit auf und bindet ihn in die Poe-Geschichte ein.

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