Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Eckhard Henscheid

Volker Kriegel (Hrsg.), Der Flaubert-Rabe

Ich sags gleich frei heraus – ich besitze nichts von Flaubert und kenne aus eigener Lektüre tatsächlich nur wenige Auszüge von ihm. Diese konnten bei mir auch nicht so viel Interesse wecken, dass ich unbedingt zum nächsten Buchladen laufen und mir etwas von Flaubert kaufen musste. Trotzdem fand der Flaubert-Rabe (Rabe Nr. 47) recht früh den Weg in meine Sammlung. Und auf diese Weise – andere Leute wie die Goncourts schreiben über oder von Flaubert – finde ich ihn durchaus amüsant präsentiert.

Barbara Gafner, Gerd Haffmans (Hrsg.), Der 13-Jahre-Rabe

Der Rabe galt lange Zeit als Unglücksvogel (im germanischen Kulturkreis spätestens seit der Christianisierung), ähnlich ergeht es – meines Erachtens unberechtigerweise – der Zahl 13. Was könnte da Besseres passieren, als dass der Rabe mit seiner Ausgabe Nr. 42 das 13-jährige Bestehen feiert? Eben. Also wurden Texte gesammelt und zusammengestellt, Autoren und Zeichner wie Bernstein, Henscheid, Gernhardt und Rühmkorf, Egner, Haefs und Schulz zur Kollekte gebeten. Heraus kam eine Reihe spaßiger und nachdenkenswerter geistige Ergüsse, die die einzelnen Jahre von 1981 bis 1993 erklären und schildern mögen. Der Ansatz, dass jeder ein betreffendes Jahr aus seiner Warte beschreibt, behagt mir ganz besonders, weil er in dieser Zusammenstellung eine ungewöhnliche Perspektive erzeugt. Lohnt sich!

 

Eckhard Henscheid, Dummdeutsch

Henscheid hat hier eine Sammlung all jener Begriffe zusammengetragen, welche von Politik, Werbung und Journalistentum missbraucht werden, um Dinge zuzukleistern und zu übertünchen. Dem Wortmetz zweifellos zu Nutz und Frommen, bisweilen stecken natürlich auch bittere Erkenntnisse darunter.

Mitgewirkt haben bei diesem Bändchen, der übrigens auch in einer Reclam-Ausgabe erhältlich ist (war?), Carl Lierow und die allseits bekannte Elsemarie Maletzke, Letztere ihres Zeichens bekannt für ihre Biographien über die Brontës, Jane Austen und George Eliot – wenn ich auch einräumen muss, keins dieser Werke von ihr gelesen zu haben.

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