Essays, Skizzen und Gedanken

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Im Herzen der See

Als jemand, der in einer Zeit aufgewachsen ist, in der die klassische Seefahrt noch stark romantisch-verklärt wurde, achte ich bekanntlich besonders auf Kulturäußerungen rund um Piraten, Walfang und das Drumherum, wurde allerdings im Fall dieser Verfilmung mit dem von mir geschätzten Brendan Gleeson von der Banalität der Darstellung einer an sich spannenden und beachtenswerten Geschichte arg enttäuscht.

Fazit: Es gibt Wichtigeres im Leben als diesen Film.

Birnenkuchen mit Lavendel

Auch die schönsten Bilder und das dollste Spiel können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine Klischeedichte herrscht, die süßer klebt als der süßeste Birnenkuchen es vermag.

Fazit: Boha, muss nicht noch mal sein

The Hateful Eight

Ach, Tarantino, längst bist du jenseits von Gut und Böse, du hast lange schon den Punkt erreicht, an dem dein jeweils neuer Film nicht mehr als Film, sondern nur noch als Tarantino gefeiert werden; umso schöner, wenn solch ein Tarantino angenehm kurzweilig ausfällt.

Fazit: Bei diesem Film herrscht höchste Spoilergefahr!

Rote Bohnen und Kirschblüten

Zugegeben, in diesen Film bin ich nicht freiwillig gegangen, wurde aber dennoch positiv überrascht, weil er beweist, dass es immer noch einzigartige Themen gibt, die – in einen interessanten Plot gesteckt – durchaus beeindruckend dargestellt werden können.

Fazit: auf jeden Fall ein beachtenswertes Stück Japan!

Hail, Caesar!

Mit diesem Film verbeugen sich die Coens und eine Reihe von Schauspielern vor dem, was in den Fifties in Hollywoods Studios möglich werden konnte – wohl dem, der auch nur einen Bruchteil der Anspielungen zu erkennen vermag!

Fazit: nicht der beste Coen-Film, trotzdem vielschichtig

Mann beißt Hund

Ein etwas spezieller Film der frühen 90er, in dem der geschätzte Benoît Poelvoorde einen Killer mimt, der im damals schicken „Journalismus“-Stil von einem Kamerateam bei der Arbeit begleitet wird.

Fazit: mit Szenen, bei denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt

8 Namen für die Liebe

Ein kleiner Spaß über andalusisch-baskische Vorurteile, der trotz einiger unterhaltsamer Momente leider die Qualität hochamüsanter Klischeekomödien vom Schlage der Sch’tis bei weitem nicht erreichen kann.

Fazit: handwerklich sauber und ein bisserl kurzweilig

Das brandneue Testament

In der so häufigen Dichotomie „super Trailer – langweiliger Film“ und „mäßiger Trailer – Spitzenfilm“ gehört das neue Werk mit Benoît Poelvoorde und Yolande Moreau tatsächlich zur zweiten Kategorie, und das, obwohl der Trailer schon Lust auf mehr gemacht hat, was aber mit einer spaßig-hochwertigen Erzählweise nahe Amélie-Niveau locker getoppt wird.

Fazit: sehr amüsante Unterhaltung mit Anstoß zum Nachdenken

Virgin Mountain

Ein stiller, eigentlich mehrheitlich deprimierender Film über einen isländischen Mittvierziger, der mit etwas Hilfe endlich den Weg vom Herd seiner Mutter in die weite Welt findet – trotz aller Depression und fehlendem Happy End mit einem angenehm optimistischen Ende versehen.

Fazit: angenehme Unterhaltung, die mich wieder daran erinnerte, was für eine schöne Sprache Isländisch ist

Unser letzter Sommer

Ein überraschend schlau konstruierter Episodenfilm mit herrlich unterschwelligen Kameraeinstellungen über die Besatzungszeit in Polen, veranschaulicht an vier Jugendlichen (einem Polen, einer Polin, einem jungen deutschen Sicherheitspolizisten und einer Jüdin sowie allerlei geschickt drapiertem Sidekick-Personal).

Fazit: um einiges besser als der dümmliche Trailer!

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