Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Französischer Film

Ziemlich beste Freunde

Ich halte den Film, der auf einer wahren Geschichte „beruht“ (was für ein unnötiger Hinweis), für eine Gratwanderung, weil er zwar einerseits zeigt, was menschlich möglich ist, andererseits aber doch recht plump mit dem rassistischen Stereotyp des primitiven Wilden aus der Banlieue, in dem letztlich doch das Gute wohnt, das man bloß mit kulturellen Mitteln zu wecken braucht.

Fazit: auf jeden Fall betrachtenswert, hat aber irgendwie ein Geschmäckle

Der Gott des Gemetzels

Zum königlichen Jahresabschluss durfte ich noch einem rasend schnellen Film beiwohnen, den Polanski mit vier Weltklasseschauspielern – Jodie Foster, John C. Reilly, Christoph Waltz, Kate Winslet – auf die Leinwand geworfen hat und mit dem er endlich(!) wieder an seine frühere Größe anschließt.

Fazit: Herrlich! Unbedingt angucken!

Nichts zu verzollen

Dany Boon hat sich einmal mehr an eine Geschichte voller Vorurteile gemacht, wenn es auch diesmal mehr um die Gegensätze (und Gemeinsamkeiten) der Belgier und Franzosen geht, wobei er es diesmal nicht ganz so lustig wie bei den Sch’tis löst, aber dennoch amüsant und unterhaltsam genug, dass sich ein Kinobesuch lohnt.

Fazit: ein Muss für Frankophile, ein Kann für den Rest, der lustige Filme mag
Nichts zu verzollen, Französischer Film

Barfuß auf Nacktschnecken

Die Diskrepanz zwischen Trailer und Film ist bei diesem Werk mal wieder beeindruckend, denn nach dem Trailer wollte ich den Film nicht sehen, hab mich dann aber überreden lassen und war positiv überrascht, auch wenn ich Diane Kruger angesichts ihres Nichtspiels mittlerweile für eine deutsche Antwort auf Nicole Kidman halte, denn der eigentliche Star des Films ist – das Drehbuch.

Fazit: im Ganzen eine ungewöhnliche Geschichte, ein leichter Sommerfilm

Micmacs – uns gehört Paris

Regelmäßige Leser und Beherziger meiner Filmtipps werden spätestens nach diesem Film den Schauspieler Dany Boon kennen, der im neuesten Abenteuer von Jean-Pierre Jeunet für viel Vergnügen sorgt, bei dem es um eine Landmine, eine Pistolenkugel, die Fingernägel von Winston Churchill und manch anderen Kram geht.

Fazit: Wer Delicatessen mag und Amélie schätzt, wird an diesem Film garantiert viel Vergnügen haben!

Der Name der Leute

Eine sehr kurzfristige Empfehlung war dieser französische Film über Einwanderer verschiedenster Jahrzehnte, in dem es vordergründig um Namen und Herkunft geht, hintergründig aber das Stilmittel Komödie als Vehikel benutzt wird, um den ewig belehrenden erhobenen Zeigefinger zu tarnen, den ich schon an mir selbst nicht leiden kann.

Fazit: ein paar nette Gags in Amélie-Manier, ansonsten lange nicht so leichtgängig, wie der Film tut

Gainsbourg – der Mann, der die Frauen liebte

Ein schneller, etwas fordernder, immerhin gut besetzter Film, den ich als solchen zwar irgendwie gescheitert finde, der mich als Gainsbourg-Ignoranten aber irgendwie neugierig auf mehr macht.

Fazit: für Frankophile und Hardcore-Gainsbourg-Fans sicher vergnüglich, alle anderen sollten sich einen Besuch definitiv zweimal überlegen.

Louise hires a Contract Killer

Die heutige Kritik fällt sehr kurz aus, weil ich nur äußerst selten einen Film gesehen habe, der mit einer guten Idee beginnt, die dramaturgisch dermaßen schlecht umgesetzt ist wie hier.

Fazit: Ich will mein Geld zurück.

Willkommen bei den Sch’tis

Willkommen bei den Sch’tis behandelt in Form einer lustigen, vorurteilskritischen Filmminiatur das Aufeinandertreffen Südfrankreichs mit dem arktischen und barbarischen Nord-Pas-de-Calais, wobei besonders die ersten beiden Drittel recht witzig gestaltet sind, bevor der Film zum Ende etwas abbaut.

Fazit: Gucken!

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