Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Helge Schneider

Inglourious Basterds

Die Wertungen dieses Tarantino-Films schwanken zwischen „Sensation“ und „langweilig“, dabei kommt meine – natürlich für alle Erdenmenschen maßgebliche – Meinung zu dem Ergebnis, dass es sich schlicht um nette Unterhaltung handelt, in der Christoph Waltz in einer höchst dankbaren Rolle den Rest der Darsteller an die Wand spielt, und in der der olle Atze mal gehörig erledigt wird, wobei Martin Wuttke ihn noch schlechter spielt als der Schweizer Aushilfsdiktator Bruno Ganz in dem Pillepalleuntergang von dem deutschen Spielberg für geistig Minderbemittelte (Helge Schneider war da schon deutlich weiter).

Fazit: kurzweilige Unterhaltung; nicht mehr, aber auch nicht weniger

Helge Schneider, Zieh dich aus, du alte Hippe

Das war Helges erster Krimi. Ein Potpourri aus dem Mülheimer Absurdistan und meines Erachtens ein Schlüssel zu Helges abendfüllenden Spielfilmen. Denn im Prinzip legt er hier die lange Struktur vor, die die Filme der 90er-Jahre haben werden, nur dass diese auch musikalisch unterlegt sind. (Es sei kurz angesprochen, dass natürlich auch der zu früh verstorbene Christoph Schlingensief und der kongeniale Andreas Kunze schon ihren Teil zu frühen Meisterwerken wie Johnny Flash beigetragen haben!)

Wer Wortjazz mag, muss die Hippe gelesen haben!

Helge Schneider, Guten Tach. Auf Wiedersehen. Autobiographie, Teil I

Dieses Buch ist ein gutes Buch. Zum Glück steht das schon im Klappentext, da braucht man es praktisch gar nicht erst zu lesen. Ich hab es trotzdem gemacht und mich amüsiert. Damals, zur Hochphase meiner Helge-Schneider-Begeisterung. Vor allem damals, als die Schneider-Fans noch alle zusammen in die Essener Grugahalle passten. Und zwar zweimal.

Tja, heute gibt es vieles von ihm, was ich nicht mehr lustig finde. Aber ich gestehe, es gibt auch immer noch Dinge, die mich sehr amüsieren. Strafjazz zum Beispiel. Dieses „einfach irgendwie kreativ dagegen wirken“ tickt eben nicht nur in Helge, sondern auch in mir wie eine Bombe.

Für diesen Effekt fand eine Freundin aus Hannover mal den Titel „systemischer Limbomat“. Damals dachte ich, es sei ein Lob, heute bin ich mir da nicht mehr so sicher. Egal, inzwischen verbinde ich sie ohnehin aus verschiedenen Gründen nur noch mit Pech, weil immer irgendwas in meinem Leben ziemlich schief gegangen ist, wenn ich mit ausführlicheren Kontakt hatte. Und fragt mich nicht, was das mit ihr zu tun hat, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich immer von irgendwem Hiobsbotschaften bekam, nachdem ich mit besagter Freundin telefoniert oder sie getroffen hatte. Und irgendwann ist mit Hiobsbotschaften einfach gut.

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