Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Isidore Lucien Ducasse

Charles Baudelaire, Die Blumen des Bösen

Ach ja, auch ich hatte mal eine Phase, in der ich französische Lyrik des 19. Jahrhunderts gelesen habe (täglich grüßt das Murmeltier). Baudelaire interessierte mich dabei mehr wegen des Hintergrunds, dass er ein Haschischesser war. Soll ich ehrlich sein? Tja, ist wohl am besten. Baudelaire ist schnarchlangweilig. Zumindest in der Übersetzung. Und um das Original womöglich genießen zu können, ist mein Französisch leider nicht gut genug. Wobei ich lustigerweise weiß, dass es gut genug ist, um Rimbaud und Lautréamont zu genießen. Vermutlich liegt Baudelaires Wert bestenfalls darin, dass er in einer neuen Weise provoziert hat, dass er neue Maßstäbe gesetzt hat. In der Leistung selbst waren andere dann allerdings besser. Zum Glück.

Lautréamont, Das Gesamtwerk: Die Gesänge des Maldoror. Dichtungen. Briefe

Mein Schatz! Eins der schönsten Bücher, die ich besitze. Eine wundervolle Ausgabe (Rowohlt!) der Texte des Isidore Lucien Ducasse, der sich unter dem Pseudonym Lautréamont in die Geschichte der Literatur eingeschrieben hat. Kraftvolle, wunderbar poetische Texte in der Übersetzung von Ré Soupault, der Frau des Surrealisten Philippe Soupault.

Gegen Lautréamont ist Baudelaire ein feuchter Froschfurz. Wer starken Tobak sucht, wird daher mit Maldoror mehr als zufrieden sein.

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