Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Julian Barnes

Susanne Fischer, Bernd Rauschenbach (Hrsg.), Der Schwindel-Rabe

Wie Stefan Schwarz zu Recht anmerkt, ist „Jemand Lästigen oder auch nur Unpassenden mit einer befriedigenden und plausiblen Lüge abspeisen zu können […] eine der wichtigsten Zivilisationstechniken überhaupt.“* Daher ist klar, dass das Thema des Raben Nr. 51 – Lügen und Schwindel –  schon an sich hochspannend ist. Es wird aber umso spannender, wenn man weiß, dass es hierin Arbeiten gibt von Egner, Barnes, Fanny Müller, Max Goldt, Frank Schulz, Gerhard Polt, Friedrich Forssman und vielen mehr. Diesen Raben muss man also lesen!

* Weiter heißt es: „Man muss länger arbeiten, alle Termine einhalten und sich dauernd mit doofen Bekannten treffen, wenn man nicht lügen kann. Ja, seriöse Lebensgestaltung ist nahezu unmöglich, wenn man nicht aus dem Stand heimische Wasserrohre gebrochen oder über Nacht Autobatterien entleert sein lassen kann.“

Volker Kriegel (Hrsg.), Der Flaubert-Rabe

Ich sags gleich frei heraus – ich besitze nichts von Flaubert und kenne aus eigener Lektüre tatsächlich nur wenige Auszüge von ihm. Diese konnten bei mir auch nicht so viel Interesse wecken, dass ich unbedingt zum nächsten Buchladen laufen und mir etwas von Flaubert kaufen musste. Trotzdem fand der Flaubert-Rabe (Rabe Nr. 47) recht früh den Weg in meine Sammlung. Und auf diese Weise – andere Leute wie die Goncourts schreiben über oder von Flaubert – finde ich ihn durchaus amüsant präsentiert.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén