Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Mark Twain

Mara Mauermann (Hrsg.), Der heilige Rabe

Das Wort heilig ist schnell in den Mund genommen. Aber was ist das eigentlich – heilig? Der Rabe Nr. 37 führt es vor. Ob Artmann, Joyce oder Traxler mit seiner kurzgefassten Geschichte der Römischen Päpste („Der 1. Papst, den man hier kennt, kam aus dem Vorderen Orient …“), ob Mystizismus, Wunder oder biblische Rezepte nach Toulouse-Lautrec („geröstete Heuschrecken nach der Art von Johannes dem Täufer“). Hier ist alles vereint, was man wissen muss über SEine HEiligkeit. Ergänzend empfiehlt sich bestenfalls die parallele Lektüre des aktuellen Wachturms und eines frei gewählten Buchs von Karlheinz Deschner.

Mark Twain, Die Abenteuer von Tom Sawyer

Ich glaube, hier braucht man gar nicht viel zu sagen. Twain ist gut, Sawyer ist gut. Nur Huckleberry Finn ist besser, aber die Ausgabe, die ich mit 14 mal bekommen habe, ist irgendwann verschwunden – leider. Super Lektüre, nicht nur für Jugendliche!

Mark Twain, Kannibalismus im Zug und andere Erzählungen

Eine wunderbare kleine Neuerwerbung ist dieses Buch. Es enthält folgende Twain-Erzählungen: Eine burleske Autobiographie, Wie man eine Erkältung kuriert, Der berühmte Springfrosch von Calaveras County, Kannibalismus im Zug (super Bahnlektüre!), Ein Tag an den Niagara-Fällen, Die Wahrheit über den großen Rindfleischvertrag, Wie ich einmal eine landwirtschaftliche Zeitung herausgab, Ein geheimnisvoller Besuch, Meine Uhr, Die Geschichte des Vertreters, Der gestohlene weiße Elefant, Die Eine-Million-Pfund-Note, Der Mann, der Hadleyburg korrumpierte, Das Dreißigtausend-Dollar-Vermächtnis, Das Tagebuch von Adam und Eva.

Nicht alles ist zum Schreien komisch, durchweg kann man aber Twains Technik der schamlosen Übertreibung und Zuspitzung beobachten. Meine Favoriten sind vor allem der Springfrosch, die Million-Pfund-Note, der Hadleyburg korrumpierende Mann und natürlich – das Tagebuch von Adam und Eva. Gerade beim Tagebuch habe ich mich sehr über Adams Nöte im Paradies amüsiert, nachdem ihm ein Wesen an die Seite gestellt wurde („Mein Leben ist nicht mehr so schön wie früher“, „Fühle mich hier eingeengt. Brauche Ortswechsel.“, „Ich wünschte, es [das neue Wesen] würde nicht reden. Es redet pausenlos.“, „Wenn sie anfängt zu erklären, hört sie nicht mehr auf.“)

Mein aktueller Sommertipp!

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