Mein Vater konnte zeichnen. Das konnte er nicht nur, weil er es beruflich gelernt hatte, sondern weil er es auch früher schon konnte. Meine Schwester hatte z.B. lange Zeit ein Bild in ihrem Zimmer hängen, das mein Vater zu seiner Schulzeit angefertigt hatte. Es zeigte einen Schuster bei der Arbeit, wie er in seiner Werkstatt saß und auf einem Absatz hämmerte. Das Bild war mit Bleistift gezeichnet, sehr ordentlich und schon beinah technisch. Die Flächen waren mit Wasserfarben oder Ähnlichem aquarelliert. Das Einzige, was bei dem Bild seltsam wirkte, war das steife Gesicht des Schusters im Profil.

In der Grundschule, das muss in der ersten Klasse gewesen sein, als ich noch nichts mit Lucky Luke am Hut hatte, da war ein Schüler namens Mark, der zeichnete eine ewig gleich aussehende Figur, die er als einen der Daltons von Lucky Luke bezeichnete. Ich lernte schnell, seine Figur nachzuzeichnen und malte sie auf alles Mögliche. Als wir zu der Zeit auf Texel waren, in dem Motel, schaute sich mein Vater das Bild an und meinte, dass so doch kein Cowboy aussähe. Also strich-skizzierte er mir einen Cowboy, bei dem mich vor allem der echt aussehende Cowboyhut faszinierte. Jahre später lernte ich dann auch die richtigen Daltons nachzuzeichnen, schwenkte aber schon bald auf Donald Duck und andere Barks-Figuren um, bevor ich aus dieser Basis eigene Figuren entwickelte.