Autor: DocTotte

  • Gullivers Reisen

    Jack Black, der für sein Gewicht minimal zu kurz geratene Spaßbold der so juxigen wie technisch sauberen Band Tenacious D, sieht in seinem jüngsten Streifen nicht nur wegen seines Gesichts alt aus, sondern auch wegen des lausigen Drehbuchs, wenn man die läppische Anlehnung weniger flauer Ideen an Swifts verbuchter Wissenschaftskritik denn noch als Drehbuch bezeichnen […]

  • Jerry Hopkins, Jim Morrison. König der Eidechsen. Die endgültige Biographie und die großen Interviews

    Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen wie Morrison heute eine ganz andere Stellung besäßen, wenn sie noch lebten. Sie wären lange nicht die Ikone, die sie seit ihrem Tod sind. (Und in dieser ikonographischen Hinsicht gehören nicht nur die Mitglieder des Klubs der 27, sondern auch Leute wie James Dean, Marilyn Monroe oder Che Guevara.) […]

  • The Man From Earth

    Ein klein wirkender Film um ein interessantes Gedankenspiel – Hauptfigur ist ein Cro-Magnon-Mensch, der noch heute lebt –, der allerdings albernerweise einen derben Besetzungsfehler hat, weil die Hauptfigur eben nicht wie ein Cro-Magnon-Mensch aussieht, die sich optisch durchaus leicht vom Jetztmenschen unterschieden. Fazit: angenehme Unterhaltung zum Mitdenken

  • Edgar Allan Poe, Der schwarze Kater

    Erst die Tage hatte ich einen Band aus der Schmidt-Wollschläger-Übersetzung angesprochen, der viele wichtige Erzählungen des Großmeisters Poe enthielt. Auch dieser Band bringt ein paar wichtige Diamanten wie das verräterische Herz, den Goldkäfer oder das vorzeitige Begräbnis. Gleichwohl halte ich den Band in seiner Gänze als nicht so spannend wie den vorigen.

  • Only Lovers Left Alive

    Mit diesem Film, der mich sehr an dieses Gefühl erinnert, das sich bei nächtlichen Urlaubsreisen einstellte, wenn man als Kind ins Auto gepackt wurde, dort mehr schlafdöste als richtig zu schlafen, um dann am frühen Morgen am Urlaubsort zu erwachen, mit diesem Film also schließt Jarmusch endlich mit seinen zuletzt eher öden Ergüssen ab, obwohl […]

  • Michael Töteberg, Fritz Lang (Rowohlt-Biographie)

    Die wirklich großen deutschen Filmregisseure kann man praktisch an einer Hand abzählen: Wen haben wir denn da? Lang, Murnau, Herzog, meinetwegen noch Schlöndorf und Fassbinder; dann wird es aber auch schon eng – und nein, Petersen oder Emmerich hab ich nicht vergessen. Die zwei sind weder große Regisseure noch würde ich sie wirklich als deutsch […]

  • Triplefeature (oder: drei Filme, drei Sätze)

    Neulich hab ich an dieser Stelle schon mal kurz in einem Gedankensprung den Film „Harold und Maude“ angesprochen, der meines Erachtens zusammen mit zwei anderen Filmen die Quintessenz des amüsanten US-Films der frühen 70er darstellt. Dazu gehört der Carl-Reiner-Film „Wo is‘ Papa?“, in der Ruth Gordon – richtig, die Maude – eine senile Frau spielt, […]

  • Edgar Allan Poe, Der Fall des Hauses Ascher

    Dieser Band aus der Wollschläger-Schmidt-Übersetzung zeigt bereits in der Überschrift, welchen Weg die beiden Übersetzer einschlugen. Sie machten aus dem Gegebenen etwas Eigenes, ohne das Original zu verlieren. Sie formten es neu, behielten aber die Zier bei. In diesem Band sind eine Reihe ganz doller Erzählungen Poes versammelt, weshalb ich ihn ganz besonders schätze. So […]

  • Der Frauenmörder von Boston

    Wer Bernard Schwartz alias Tony „Danny Wilde“ Curtis mal in einer für ihn sehr untypischen Rolle als Frauenmörder sehen möchte, sollte sich diesen Film anschauen, der vor allem deshalb Filmgeschichte schrieb, weil er für die Split-Screen-Technik einer der wegbereitenden Filme war. Fazit: manchmal etwas verstörend, manchmal medienkritisch, insgesamt aber so seltsam wie interessant

  • Klaus Schröter, Heinrich Mann (Rowohlt-Biographie)

    Es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben, warum die beiden Brüder Thomas und Heinrich qualitativ so verschieden geschrieben haben – und warum ausgerechnet die Schlaftablette höher geschätzt wird. Sei es wie es sei, ich lese lieber Heinrich und daher hab ich auch lieber eine Biographie über ihn gelesen als über Thomas. In diesem Fall […]