Tottes Lexikon

  • Maxim Senff, Scherbenhaufen

    Ein unverhofftes Ostergeschenk hatte mich neulich in meinem Mail-Kasten erwartet. Der hochverehrte » Kater Murr, seines Zeichens Bibliophiler Berliner, hatte mich damit überrascht, meinen » Scherbenhaufen in ein Smartphone-taugliches PDF umzuwandeln. Langjährige Leser wissen, dass ich vor Ewigkeiten schon Ähnliches plante, leider aber aus grob geschätzt viertausendachthundertzweiundneunzig Gründen nicht recht dazu gekommen bin. Und ja,…

  • Im Herzen der See

    Als jemand, der in einer Zeit aufgewachsen ist, in der die klassische Seefahrt noch stark romantisch-verklärt wurde, achte ich bekanntlich besonders auf Kulturäußerungen rund um Piraten, Walfang und das Drumherum, wurde allerdings im Fall dieser Verfilmung mit dem von mir geschätzten Brendan Gleeson von der Banalität der Darstellung einer an sich spannenden und beachtenswerten Geschichte arg enttäuscht.…

  • Birnenkuchen mit Lavendel

    Auch die schönsten Bilder und das dollste Spiel können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine Klischeedichte herrscht, die süßer klebt als der süßeste Birnenkuchen es vermag. Fazit: Boha, muss nicht noch mal sein

  • The Hateful Eight

    Ach, Tarantino, längst bist du jenseits von Gut und Böse, du hast lange schon den Punkt erreicht, an dem dein jeweils neuer Film nicht mehr als Film, sondern nur noch als Tarantino gefeiert werden; umso schöner, wenn solch ein Tarantino angenehm kurzweilig ausfällt. Fazit: Bei diesem Film herrscht höchste Spoilergefahr!

  • Rote Bohnen und Kirschblüten

    Zugegeben, in diesen Film bin ich nicht freiwillig gegangen, wurde aber dennoch positiv überrascht, weil er beweist, dass es immer noch einzigartige Themen gibt, die – in einen interessanten Plot gesteckt – durchaus beeindruckend dargestellt werden können. Fazit: auf jeden Fall ein beachtenswertes Stück Japan!

  • Hail, Caesar!

    Mit diesem Film verbeugen sich die Coens und eine Reihe von Schauspielern vor dem, was in den Fifties in Hollywoods Studios möglich werden konnte – wohl dem, der auch nur einen Bruchteil der Anspielungen zu erkennen vermag! Fazit: nicht der beste Coen-Film, trotzdem vielschichtig

  • Mann beißt Hund

    Ein etwas spezieller Film der frühen 90er, in dem der geschätzte Benoît Poelvoorde einen Killer mimt, der im damals schicken „Journalismus“-Stil von einem Kamerateam bei der Arbeit begleitet wird. Fazit: mit Szenen, bei denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt

  • 8 Namen für die Liebe

    Ein kleiner Spaß über andalusisch-baskische Vorurteile, der trotz einiger unterhaltsamer Momente leider die Qualität hochamüsanter Klischeekomödien vom Schlage der Sch’tis bei weitem nicht erreichen kann. Fazit: handwerklich sauber und ein bisserl kurzweilig

  • The Martian

    Diese moderne auf den Mars verlegte Robinsonade verblüfft mit einer kindlich-naiven und vor allem unhinterfragenden Technikgläubigkeit, die Esoterikfanatikern in ihrer Überzeugung kaum nachsteht und erschreckend viel über die Psychologie der „zivilisierten“ Gesellschaft verrät; viel mehr übrigens als es der Film vermag, die Psychologie jemandes darzustellen, der allein auf einem fremden Planeten zurückgelassen würde. Fazit: leider nicht…

  • Umberto Eco, Nullnummer

    Als fröhliches Weihnachtsgeschenk unterm Baum (im Wortsinne) überraschte mich dieses kleine Büchlein, das ich wenige Tage zuvor in der Buchhandlung in der Hand gehalten hatte, ohne mich zum Kauf entscheiden zu können. Im folgenden Kurzurlaub war es dann ein angenehmes Vademecum während meiner Gänge zu verschiedensten Cafés und unterhielt mich dort gut. Die Geschichte aus der Zeit der…

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