Tottes Lexikon

  • The Revenant

    Trotz beeindruckender Kamerafahrten versinkt Iñarritu bei der Verbildlichung der Geschichte des Hiob der amerikanischen Neuzeit ein bisschen zu sehr in mystischen Szenen, um den Film wirklich gut werden zu lassen. Fazit: Erwartungen bitte zu Hause lassen

  • Zeit

    Es ist erschreckend still geworden hier. Das mag ich nicht. Ich möchte es wieder ändern, bin aber leider ein wenig von äußeren Umständen abhängig. So wie ich mir für das neue Jahr mehr Zeit wünsche, so wünsche ich euch allen ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr.

  • Das brandneue Testament

    In der so häufigen Dichotomie „super Trailer – langweiliger Film“ und „mäßiger Trailer – Spitzenfilm“ gehört das neue Werk mit Benoît Poelvoorde und Yolande Moreau tatsächlich zur zweiten Kategorie, und das, obwohl der Trailer schon Lust auf mehr gemacht hat, was aber mit einer spaßig-hochwertigen Erzählweise nahe Amélie-Niveau locker getoppt wird. Fazit: sehr amüsante Unterhaltung…

  • Virgin Mountain

    Ein stiller, eigentlich mehrheitlich deprimierender Film über einen isländischen Mittvierziger, der mit etwas Hilfe endlich den Weg vom Herd seiner Mutter in die weite Welt findet – trotz aller Depression und fehlendem Happy End mit einem angenehm optimistischen Ende versehen. Fazit: angenehme Unterhaltung, die mich wieder daran erinnerte, was für eine schöne Sprache Isländisch ist

  • Familienfest

    Zwar recht klischeehafte, aber vor allem dank einem herrlichen Ensemble äußerst kurzweilige Unterhaltung über ein Thema, bei dem wohl jeder mitreden kann. Fazit: vielleicht ohne sonderlichen Tiefgang, dennoch sehr unterhaltsam

  • Unser letzter Sommer

    Ein überraschend schlau konstruierter Episodenfilm mit herrlich unterschwelligen Kameraeinstellungen über die Besatzungszeit in Polen, veranschaulicht an vier Jugendlichen (einem Polen, einer Polin, einem jungen deutschen Sicherheitspolizisten und einer Jüdin sowie allerlei geschickt drapiertem Sidekick-Personal). Fazit: um einiges besser als der dümmliche Trailer!

  • Wasser auf dem Mars

    Aus aktuellem Anlass möchte ich ganz nebenbei auf dieses » Interview hinweisen – das zugegebenerweise ein klitzeklein wenig mit » diesem Buch zu tun hat.

  • Jonathan Franzen, Unschuld

    Franzen ist für mich ein seltsames Phänomen. Auf ihn gestoßen wurde ich erst spät, entsprechend nachzüglerisch arbeitete ich mich durch seine Werke. Als nun etwas Neues von ihm erschien, freute ich mich sehr. Zugleich hatte ich den praktischen Vorteil, den Band direkt zum Geburtstag geschenkt zu bekommen. Ich verschlang ihn – meinen aktuell etwas eingeschränkten…

  • Frühstück mit Bären

    Ein gemischt unterhaltsamer Streifen, in dem ein alter Redford mit einem noch älteren Nolte gemeinsam ihre Grenzen auf dem Appalachian Trail ausloten, bis sie zum leicht unbefriedigenden Schluss einsehen, nicht mehr 20 zu sein. Fazit: Nolte und Redford demontieren sich hier selbst auf amüsante Weise, bleiben aber leider insgesamt etwas fad.

  • Stanley Kubrick – A Life in Pictures

    Dokumentarfilme werden in dieser Reihe extrem selten angesprochen, trotzdem möchte ich dem geneigten Cineasten – so er ihn noch nicht kennt – diese Perle über den Leinwandästheten Kubrick ans Herz legen. Fazit: einem der Größten zum Gedächtnis

Hast du irgendwelche Buchempfehlungen?