Tottes Lexikon

  • 2001: A Space Odyssey

    Wenn es einen Film gibt, der in Gestaltung und Umsetzung wegweisend ist und die Popkultur bis in die Grundfesten erschütterte, obwohl ihn kaum jemand zu Ende gesehen hat, dann dürfte es dieser Monstrum an Bildästhetik sein, mit der Kubrick ganz, ganz weit in die Tiefen des (geistigen) Raums gegriffen hat. Fazit: Man muss als Connaisseur…

  • Die Moral des Mooraals

    Moral. Noch son Thema, zu dem ich von der Kantistin gelöchert wurde, bis ich zurücklöcherte. Sie wollte wissen, ob ich an Moral glaube, wenn ja, wie die aussähe. Ich stellte im Verlauf des Gesprächs kühne Thesen auf, von individueller Moral, von Gruppenmoral und übergeordneten gesellschaftlichen Moralen (ja, den Plural gibt es). Nach meinen Überlegungen dürfte…

  • Escobar – Paradise Lost

    Die banale Migrierung der Letzte-König-von-Schottland-Geschichte nach Kolumbien lässt den Film durchweg blass aussehen, obwohl natürlich del Toro wenigstens die ein oder andere Facette schillern lässt. Fazit: muss man nicht sehen

  • Meine Mutter (10)

    Obwohl ich nur wenige Bilder im Kopf habe, wie meine Mutter Fernsehen guckt, muss sie das erstaunlicherweise oft getan haben. Gerade im Ferienhaus habe ich mit ihr etliche Klassiker im Fernsehen gesehen und hinterher mit ihr darüber gesprochen (zum Beispiel über Scarface mit Edward G. Robinson). Von Filmen, von guten Filmen war sie so fasziniert…

  • Meine Mutter (9)

    Meine Mutter hat ein merkwürdiges Verhältnis zu Sport. Früher, zumindest in den 70ern, hat sie mit Tennis gespielt. Als Trimm-dich hip war, lief sie (langsam) mit, im Urlaub fuhr sie (langsam) Fahrrad. Sie ging zum Schwimmen, wenn auch meist nur bei einer Freundin im Schwimmbecken im Keller, als in den 80ern Skilanglauf modern wurde, machte…

  • Meine Mutter (8)

    Eine Sache, die ich eng mit meiner Mutter verbinde, ist ihr Schminken. Sie stellte sich, egal wohin sie die Wohnung auch verließ, immer noch einmal kurz vor den großen Spiegel im Flur und prüfte ihr Aussehen, ihr Make-up, ihre Frisur. Selbst den Müll hätte sie niemals ungeschminkt heruntergebracht. Natürlich war sie auch stets geschminkt, wenn…

  • Meine Mutter (7)

    Ein Standard der Erziehung ist fraglos das mehr oder weniger regelmäßige Aufräumen des Kinderzimmers. Bei meiner Schwester war es lange nötiger als bei mir, aber auch ich hatte hier bisweilen Schwächen. So hortete ich Comics wie Micky Maus (bzw. eher Donald Duck) bergeweise unter dem Bett, lange Jahre in der Ansicht, sie könnten eines Tages…

  • Full Metal Jacket

    Als Teenager fand ich den Film zwar spannend, heute betrachte ich dieses Vietnam-Diorama trotz vieler starker Bilder und Szenen tatsächlich als schwächsten Film Kubricks. Fazit: durchaus sehenswert, aber nicht das Beste

  • James Ellroy, Der Hilliker-Fluch

    Ich persönlich kannte Ellroy hauptsächlich als Autor der Schwarzen Dahlie (nebenbei gehöre ich offenbar zu der winzigen Gruppe der Menschen, die die Verfilmung nicht für gänzlich gescheitert halten). Das Buch selbst hatte ich zwar nicht gelesen, kenne aber zumindest die Hörbuchfassung (Asche auf mein Haupt, aber beim Lenken eines Kraftfahrzeuges sind Hörbücher meist etwas praktischer…

  • The Shining

    Kubrick hat in diesen Film dermaßen viel Verstörung gesteckt, dass der Film bei aller ästhetischen Perfektion und Qualität, die er dem geschulten Auge und Intellekt bietet, für so manchen Normalsterblichen unverständlich bleiben muss, darunter amüsanterweise auch Autor King. Fazit: ein (vielfach unverstandenes) Meisterwerk PS: Ich werde nie vergessen, wie ich in der großartigen Frankfurter Kubrick-Ausstellung…

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