Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Amerikanischer Film Seite 2 von 8

Argo

Wenn man davon absieht, dass der Film praktisch nur mit Nebenrollen besetzt ist und vor allem zum Ende bestenfalls mäßig spannend ist, weil man dank der Geschichte sowieso weiß, wie es ausgehen wird, ist es alles in allem handwerklich eine saubere Arbeit.

Fazit: Angenehme Unterhaltung ohne besondere Spitzen

Arbitrage

Yeah, dieses Film is so unglaublick langgweilisch und vor alläm därmaßen schläscht sünkronißiert, als whürde man einä billike amärikanischä Värkaufsshow schauen, so es tut schräcklick whä in die Gehirnwhindunggen.

Fazit: Gebt Richard Gere bitte endlich den Gnadenschuss!

Hitchcock

Ein nicht uninteressanter Film über die Entstehung von Psycho, allerdings nur für Cineasten und/oder Hitchcock-Fans, die es vermeiden sollten, sich den Film zusammen mit 18-Jährigen anzuschauen, die keinen einzigen Hitchcock-Film kennen, weil man dann mehr erklären muss, als man selbst gucken kann.

Fazit: nur für Eingeweihte

World War Z

Solche öden Filme guckt sicher das Sandmännchen zum Einschlafen, aber wenigstens weiß ich nach dem Gucken, dass ich zu Recht schon den Trailer kacke fand, obwohl ich da noch nicht sagen konnte, was mich daran stört.

Fazit: Filme mit intelligenteren Drehbüchern gibt es zuhauf, es beginnt bei „Plan 9 from Outer Space“ oder – um ein gegen World War Z hochphilosophisches Beispiel aus dem Zombiegenre zu nennen – „Shaun of the Dead“ …

Life of Pi

Ang Lee zeigt in seinem bildgewaltigen Werk, dass man computeranimierte Wesen durchaus stimmig einbauen kann, ohne die Nerven des Cineasten zu strapazieren.

Fazit: tolle Bilder, etwas dünne Geschichte

The Man With the Iron Fists

Ein spaßiges schnelles Eastern-Vergnügen mit Lucy Liu, Russell Crowe und zahlreichen Anleihen aus dem Fundus asiatischer Filme, für dessen Drehbuch, Regie, (teilweise) Musik und Hauptrolle Robert „RZA“ Diggs verantwortlich zeichnet – präsentiert von Tarantino.

Fazit: ein leichtes, erfrischendes Filmvergnügen

7 Psychos

Ein köstliches Filmvergnügen, das sich einfach nicht ernst nimmt, von „Brügge sehen … und sterben?“-Regisseur Martin McDonagh mit zahlreichen Stars (Colin Farrell, Christopher Walken, Woody Harrelson, Tom Waits), vielen skurrilen Situationen, etlichen Toten und – ach, schaut ihn euch einfach an!

Fazit: Gucken! Es lohnt sich!

Gangster Squad

Ein nöliger Schnarchfilm, der sich nicht zwischen modernem Film Noir und Kinderaction auf RTL-Niveau entscheiden mag und den Sean Penn als Mickey Cohen auch nicht hätte retten können, wenn er für den Dreh aufgewacht wäre.

Fazit: fast zwei verlorene Stunden meines Lebens, die ich nicht wiederbekommen werde

Flight

Der Film wäre ein toller Fernsehfilm, überschreitet für Kinoverhältnisse aber trotz einem saufenden und koksenden Denzel Washington nur dann das Niveau eines Vorvorvorfilms, wenn John „Ich steh auf der Gästeliste“ Goodman als lustig-egomanischer Drogendealer die Leinwand betritt.

Fazit: Kleinviehmist ist nicht automatisch gut.

12 Years a Slave

Als der Film rauskam, dachte ich noch „Och nee, nicht schon wieder eine Onkel-Tom-Geschichte mit den üblichen Klischees“, aber Steve McQueen und Michael Fassbender bürgen ja nicht erst seit Hunger für Qualität, weshalb ich ihn mir dann doch anschaute und blöderweise darauf hineinfiel, dass es doch eine Onkel-Tom-Geschichte mit den üblichen Klischees, aber mit wunderbaren Bildern ist.

Fazit: Ich weiß nicht, ob die ewig gleiche Erzählung der Tragik des Themas wirklich hilft; Tarantinos Django ist da einen großen Schritt weiter gegangen.

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