Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Schlagwort: Virginia Woolf

Virginia Woolf, Mrs. Dalloway

Der Durchbruch für Woolf, das Werk, mit dem sie sich auf das Niveau der Bekanntheit James Joyce’ schrieb. Dabei möchte ich bemerken, dass Woolf wesentlich lesbarer, verständlicher wirkt als der Ire vom Trinity-College. Mrs. Dalloway gehört meines Erachtens zum Kanon der Bücher, die jeder moderne Mensch kennen und gelesen haben sollte.

Virginia Woolf, Zum Leuchtturm

Wenn ich mich recht entsinne, war der Leuchtturm der Woolf-Text, dessen Lektüre mich am meisten verwirrt hat. Nichts von der Leichtigkeit Orlandos, keine Spur von dem Witz, den Mrs. Dalloway enthält. Trotzdem möchte ich den Text nicht abqualifizieren. Im Gegenteil. Er ist ein wichtiges Stück Woolf, das zu ihrem Wesen dazugehört. Und dementsprechend rate ich: Einfach mal lesen.

Virginia Woolf, Orlando

Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Ich jedenfalls nicht. Wobei ich einräumen muss, dass ich schon viel zu lange nichts mehr von ihr gelesen habe.
Orlando, ein Buch, von dem es auch eine wunderbare Verfilmung mit der hochgeschätzten Tilda Swinton gibt, finde ich bis heute besonders beeindruckend. Es wirkt so leicht geschrieben und ist doch so mächtig in der Wirkung, dass ich es nur jedem empfehlen kann. Zudem enthält es eins meiner Lieblingszitate aus Büchern überhaupt:

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Denn hat die Krankheit des Lesens das System einmal gepackt, schwächt es sie so, dass es zur leichten Beute jener anderen Geißel wird, die im Tintenfass haust und im Federkiel schwärt. Der unglückselige Mensch verfällt aufs Schreiben.

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