Serienmörder, ihr meist unauffälliges Verhalten innerhalb der Gesellschaft, das Entsetzen und die Hatz unterliegen meist sehr ähnlichen Abläufen. Der Fall des „Vampirs von Düsseldorf“, der fünf Erwachsene und vier Kinder umgebracht und zum Ende der Weimarer Republik geschnappt wurde, scheint für uns deutsche dennoch ein besonders typischer Fall zu sein. Die beiden Autorinnen haben für den Band aus der Reihe der anderen Bibliothek zahlreiche Unterlagen gewälzt und gut lesbar aufbereitet. Sie lassen ein Bild der Gesellschaft im Rheinland der späten 20er Jahre entstehen, das gut nachvollziehbar ist.
Übrigens hat es bereits früher, quasi zeitgleich eine kulturelle Auseinandersetzung mit diesem Fall gegeben: in dem Film „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang.