Der Osterhase war mir gnädig und hat meine noch sehr bescheidene Oesterheld-/Breccia-Sammlung um einen Band erweitert.
Es handelt sich um die spätere Version Oesterhelds Story um einen Zeitreisenden, diesmal kontrastreich von Breccia verbildlicht.

Obwohl ich diese Geschichte schon länger auf meiner etwas diffusen Wunschliste führte, stellte ich erst beim Lesen fest, wie aktuell der Band zurzeit ist: Nach einer brutalen Attacke durch Außerirdische sind die Länder Lateinamerikas vergiftet. Überlebt hat nur, wer zufällig Türen und Fenster geschlossen hatte und geschlossen hält. Die Überlebenden sind daher, solange sie keine Anzüge gebastelt haben, mit denen sie ihre Häuser verlassen können, auf sich allein gestellt und dürfen ihr Zuhause nicht verlassen – stay home im Quadrat.

Natürlich verharrt Oesterhelds Geschichte nicht dabei, sondern bietet den Protagonisten eine Möglichkeit, doch noch herauszukommen und Widerstand zu leisten.

In dieser 1969er-Version ist dieser letzte Teil leider recht verkürzt, weil der Herausgeber es sich anders überlegt hatte und Oesterheld zumindest retten konnte, dass die Geschichte einen Schluss bekommt. Hier überschneidet sich daher die echte politische Entwicklung Argentiniens bereits mit der Eternauta-Geschichte und ihrer auf einer Metaebene stattfindenden Kritik.

Auf jeden Fall eine Lektüre wert und sie macht zugleich Vorfreude, auch die Originalfassung aus den 50ern mit den Zeichnungen von Francisco Solano López zu lesen.