Autor: DocTotte
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Joseph Conrad, Herz der Finsternis
Ach, was ärgere ich mich heute, Conrad erst so spät angefasst zu haben. Allerdings möchte ich nicht ausschließen, dass ich ihn auch weniger gut verstanden hätte, wenn ich ihn 20 Jahre früher gelesen hätte, als ich es getan habe. Kurz zum Herz der Finsternis, einem Klassiker, der schon längst Topos geworden ist. So wichtig der […]
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Rich Cohen, Murder Inc.
Ein wahrlich interessantes Buch über eine der berüchtigsten Gangs New Yorks in den 30ern. Der Autor, Sohn und Enkel von Leuten, die die Gangster und ihr Umfeld noch persönlich erlebten, schildert die Geschichte beinah in der Art einer Familiengeschichte. Dabei geht es zwar auch um höchst brutale Morde (die jiddische Gang namens Murder Inc. war […]
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Paul Celan, Gedichte
Richtig, zum guten Kanon deutschsprachiger Lyrik gehört selbstverständlich die Todesfuge. Das meiste andere von Celan hat sich aber doch eher, sagen wir mal, überlebt. Also eher etwas, was man kennen sollte, was man aber nicht unbedingt zu Hause haben muss.
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Albert Camus, Der erste Mensch
Camus’ letztes Werk, der Legende nach aus seinem Autowrack geborgen, hat für mich einen besonderen inhaltlichen Wert durch die Wendung des Erzählers zum Grab des Vaters. Jetzt, während ich hier diese Zeilen schreibe, fällt mir auf, dass ich es wohl gerade deswegen, weil es auch für mich in dieser Hinsicht beständig Änderungen im Gemüt gibt, wohl […]
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Albert Camus, Die Pest
Der liebe Herr Camus – der sich laut der Mutter eines Schulfreundes, die ihn noch persönlich kennengelernt hat, selbst Kamüß ausgesprochen haben soll – hat mit diesem Werk etwas sehr Lesenswertes hingelegt, das ich nur jedem empfehlen kann. Okay, es ist kein Monolith der Literatur, aber doch ein Standard.
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Cagliostro. Dokumente zu Aufklärung und Okkultismus
Eine von der Idee hochinteressante Textsammlung, in der Zeitgenossen des großen Giuseppe Balsamo von Geschichten und Begegnungen mit dem Hochstapler berichten. Darunter Texte von Goethe, Schiller und Konsorten. Leider, leider muss ich gestehen, dass trotz der spannenden Grundidee die meisten Texte eher müde sind, weshalb ich meiner trüben Erinnerung auch bestenfalls die Hälfte gelesen habe, […]
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Jonathan Franzen, Schweres Beben
Ein nettes Geburtstagsgeschenk war dieser Franzen. Ein eher frühes Werk, das allerdings bereits in vielen Elementen seine Qualität beweist. Erzählt wird eine recht furiose Geschichte über Erdbeben im Wortsinne, aber auch über die übertragenen Beben, die manchmal Familien heimsuchen. Beides spielt sich vor allem bei und in zwei Familien ab, was für einiges Durcheinander sorgt. […]
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Wilhelm Busch, Und die Moral von der Geschicht
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube fast, dass es sich hierbei um das Buch handelt, das ich am längsten besitze. Auf jeden Fall habe ich hiermit (auch) lesen gelernt, wenn ich meine Oma tage- und wochenlang damit getriezt habe, mir aus Wilhelm Busch vorzulesen. Was gibt es zu sagen? Nicht viel, außer: […]
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Bert Brecht, Gedichte über die Liebe
Okay, Brecht hat geklaut und viele seiner Texte von seinen Frauen schreiben lassen (so gewinnt der Begriff Frauengeschichten nebenbei eine ganz andere Bedeutung). Aber unter seinem Namen sind eine Reihe von sehr spannenden, interessanten und elektrisierenden Gedichte über die Liebe, den Sex und die Frau veröffentlicht. Und dieser Band fasst die besten zusammen. Wer Spaß […]
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Gustave Le Bon, Psychologie der Massen
Ein Augenöffner sondergleichen, wenn es um die Wirkung und Lenkmechanismen von Massen geht. Und es ist mir wurscht, ob irgendwelche Hobbyphilosophen den Begriff „Masse“ als Entmenschlichung abwerten. Es gibt Massen, sie funktionieren und sie verändern die Welt – leider meist nicht zum Besseren. (Insofern kann man sich mal fragen, was weniger menschlich ist: der Begriff […]