Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Kategorie: Serie (Seite 2 von 2)

Die Brücke

Noch so ein Fall dafür, dass ich bedaure, die Erstaustrahlung der Serie verpasst zu haben, denn die Reibung dänisch-schwedischer Eigenheiten, eingebettet in spannende Kriminalarbeit, ist nicht nur für Skandinavien-Erfahrene ein Vergnügen.

Fazit: Die erste Staffel ist besonders gut, aber auch das Danach weiß zu beglücken!

American Horror Story (Staffel 1)

Bei aller Hochachtung vor den zahlreichen gelungenen optischen und akustischen Anspielungen muss ich leider feststellen, dass diese Staffel eine richtiggehende Mogelpackung ist, denn so ungruseligen Horror wie hier habe ich selten erlebt – was vermutlich größtenteils daran liegt, dass die Kamera stets zu lange auf den Horrorelementen verweilt.

Fazit: eher etwas für den Cineasten als für den Horrorfan

Orphan Black

Ich gestehe, die erste Folge gefiel mir noch auf eine Weise, aber schnell wird deutlich, dass jede Folge nach derselben Masche, nämlich aus den Bausteinen Pseudospannung, alberner Alibisex und Charmed-artiges Girlie-Geschnatter, produziert ist, wodurch die Serie immer langweiliger wird.

Fazit: gute Idee für eine Geschichte wurde zu dümmlicher Fließbandware verheizt (und deshalb erspare ich mir die zweite Staffel)

Penny Dreadful

Vielfach clevere Verknüpfung zahlreicher grusliger Geschichten und Erzählungen aus dem 19. Jahrhundert (Dracula, Frankenstein, der Ripper etc.), projiziert auf ein pulsierendes London, dabei werden Erzählstile von Folge zu Folge immer wieder aufgebrochen.

Fazit: sehr zu empfehlen!

The Killing

Hochärgerlich, dass ich die Originalserie nicht mitbekommen habe, denn das US-Remake um verschachtelte Mordfälle macht viel Lust und hält – auch dank der intelligent und lebendig entwickelten Figuren – die Serienneuronen auf Trab, wenn man davon absieht, dass das ständige Verdächtigen-Hopping stellenweise etwas ermüdend ist; nebenbei: Regnet es eigentlich wirklich dauernd in Seattle?

Fazit: Vor allem die erste Staffel ist sehr zu empfehlen!

Fargo

Ein etwas früherer Coen-Film, der den bitterbösen Ton der besseren jüngeren Filme bereits kräftig erklingen lässt, wenn Frances McDormand als hochschwangere Polizistin eine weniger erfolgreiche Entführung (einer der Entführer der geehrte Steve Buscemi) samt Todesfällen untersucht.

Fazit: typisches Coen-Vergnügen, also großer Spaß für Menschen, die sehen, dass die Welt nicht nur aus rosa Zuckerwolle besteht

PS: Noch recht aktuell ist die erste Staffel einer gleichnamigen Fernsehserie, die Stimmung und einzelne Motive des Films wunderbar aufnimmt und mit einer neuen Geschichte fortspinnt. Genauso empfehlenswert!

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